Flächenbrände auf den Feldern im Landkreis Neu-Ulm wegen Trockenheit (Foto: Wilhelm Schmid)

Anhaltende Trockenheit

Mehrere Felder in den Kreisen Neu-Ulm und Günzburg in Brand geraten

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Erneut haben in der Region Ballenpressen und Felder gebrannt. In den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg gab es in den vergangenen Tagen mehrere Feuerwehreinsätze.

In Senden-Witzighausen im Kreis Neu-Ulm war am Montag eine Ballenpresse in Brand geraten. Das Feuer griff laut Polizei auf ein anliegendes Feld über. Außerdem brannten Felder ebenfalls am Montag im Weißenhorner Stadtteil Biberachzell (Kreis Neu-Ulm) und bei Münsterhausen/Balzhausen (Kreis Günzburg). Bei diesem Feuer bildete sich starker Rauch. Die angrenzende Staatsstraße musste laut Polizei zwei Stunden gesperrt werden.

Teils hoher Sachschaden bei Bränden auf Feldern

Teils waren auf den Äckern mehrere Hektar betroffen, manche Felder waren noch nicht abgeerntet. Der Sachschaden betrage mehrere tausend Euro, so die Polizei. Bei vielen Bränden könne zudem die Brandursache nicht eindeutig ermittelt werden.

Flächenbrände: Ballenpresse gebrannt. Die Feuerwehr löschte das landwirtschaftliche Gerät und die mehrere hundert Quadratmeter große Fläche (Foto: Wilhelm Schmid)
In Senden-Witzighausen im Kreis Neu-Ulm hat am Montagnachmittag eine Heuballenpresse gebrannt, offenbar wegen eines technischen Defektes. Das Feuer erfasste eine mehrere hundert Quadratmeter große Fläche des Feldes. Laut Polizei entstand Sachschaden von rund 50.000 Euro. Die Feuerwehr löschte das landwirtschaftliche Gerät und den Brand auf dem Feld. Wilhelm Schmid Bild in Detailansicht öffnen
Bei Weißenhorn-Hegelhofen (Kreis Neu-Ulm) hat vorige Woche ebenfalls ein Feld gebrannt. Im Vordergrund sieht man einen Traktor mit einem Fass. Landwirte sind aufgerufen, Güllefässer vorsorglich mit Wasser zu füllen. Immer wieder komme es zu Bränden, die von den Feuerwehren nur schlecht zu erreichen seien, heißt es. Wilhelm Schmid Bild in Detailansicht öffnen
Ein Teil des Feldes bei Weißenhorn-Hegelhofen ist bereits abgebrannt, links im Bild züngeln noch Flammen. Rechts davon zieht bereits ein Traktor mit einem Grubber einen drei Meter breiten Streifen ins Erdreich, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. Wilhelm Schmid Bild in Detailansicht öffnen
Nach einem Brand auf einem Feld bei Roggenburg (Kreis Neu-Ulm) am Freitag vorige Woche waren Feuerwehrleute weiter im Einsatz zum Nachlöschen. Wilhelm Schmid Bild in Detailansicht öffnen
Das Feuer war auf einem Feld in der Nähe einer Wohnsiedllung in Roggenburg (Kreis Neu-Ulm) ausgebrochen. Von einem Traktor mit einem Wasserfass wird der Rest des Feldes gelöscht. Parallel dazu grubbert ein Landwirt bereits den Boden. Wilhelm Schmid Bild in Detailansicht öffnen

Gefahr von Flächenbränden - Güllefässer mit Wasser füllen

Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist erheblich gestiegen. Wegen der anhaltenden Trockenheit rufen der Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm und der Landkreis Donau-Ries die Landwirte dazu auf, Güllefässer vorsorglich mit Wasser zu befüllen.

Diese Fässer sollten Löschwasser beispielsweise in der Nähe von Feldern bereithalten. Immer wieder komme es zu Bränden auf Feldern, die von den Feuerwehren nur schlecht zu erreichen seien, so das Landratsamt weiter.

Güllefässer haben dagegen meist ein viel größeres Fassungsvolumen. In so einem Fass könnten bis zu 20.000 Liter Wasser bereit gestellt werden, so der Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm. Der Wassertank eines Feuerwehr-Löschfahrzeuges habe dagegen deutlich weniger Volumen.

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SWR