Gast in der Landesschau

Attentat überlebt: Neu-Ulmer Boxerin Rola El-Halabi zehn Jahre danach

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Vor zehn Jahren ist die Neu-Ulmer Boxerin Rola El-Halabi bei einem Attentat schwer verletzt worden. Ihr Stiefvater hatte auf sie geschossen. Nach Jahren der Angst und der Wut hat sie es geschafft, mit dem Trauma zu leben.

Boxen war ihr Leben. Rola El-Halabi ist in Ulm aufgewachsen und gerade neun Jahre alt, als ihr Stiefvater Roy sie ins Kampfsport-Training mitnimmt. Er entdeckt das Talent von Rola, wird ihr Trainer. So beginnt 1994 in Neu-Ulm ihre Sportkarriere. Schnell wird aus dem zierlichen Mädchen eine Profiboxerin - und bald Europa- und Weltmeisterin im Leichtgewicht.                                                                                

Von der Boxerin zum Motivationscoach

Doch hinter den Kulissen bahnt sich ein Drama an. Als Rola El-Halabi 26 Jahre alt ist und sich verliebt, ihre eigenen Wege gehen will, wird der Stiefvater zum Attentäter. Kurz vor einem Boxkampf im April 2011 kommt er in ihre Garderobe, schießt und feuert vier Kugeln auf seine Stieftochter ab. Sie überlebt schwer verletzt.

Rola El-Halabi quälen lange Zeit die Erinnerungen und die Folgen der Verletzungen. Sie kommt nicht los von der Enttäuschung und der Wut auf ihren Stiefvater. Heute arbeitet sie als Motivationscoach und denkt anders über die Tat von damals.

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