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Der Automobilzulieferer Bosch AS in Schwäbisch Gmünd will bis zum Jahr 2026 zusätzlich 1.100 weitere Stellen streichen. Bislang war der Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen angekündigt.

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Damit soll die Belegschaft am Standort Schwäbisch Gmünd nach Unternehmensangaben auf rund 2.500 Beschäftigte reduziert werden. Bosch AS will demnach künftig verstärkt einen kostengünstigeren Standort in Ungarn nutzen. Die Beschäftigten wurden bis zur Nachtschicht in kleinen Gruppen per Video-Konferenz über die Stellenstreichungen in Kenntnis gesetzt. Eine große Betriebsversammlung sei wegen des Coronavirus nicht möglich gewesen, so eine Unternehmenssprecherin.

IG Metall kritisiert Geschäftsleitung

Laut IG Metall will das Unternehmen nun insgesamt 2.100 Stellen abbauen - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Gewerkschaft und Betriebsrat bezweifeln, dass dies möglich ist. Außerdem gebe es bis 2022 eine gültige Standortvereinbarung mit festgeschriebenen Mitarbeiterzahlen. Diesen Vertrag würde die Geschäftsleitung brechen, hieß es dazu weiter. Sie zeige zu wenig Bereitschaft zur Standortsicherung, so Roland Hamm von der IG Metall in Schwäbisch Gmünd.

Protestaktion gegen Stellenabbau kann nicht stattfinden

Die für Montag geplante Protestaktion gegen den Stellenabbau beim Autozulieferer Bosch AS in Schwäbisch Gmünd kann nicht stattfinden. Ein Sprecher der IG Metall sagte dem SWR am Freitag, die Stadtverwaltung habe die zunächst erteilte Genehmigung wieder zurückgezogen. Der für die Demo vorgesehene Schießtalplatz werde möglicherweise für eine mobile Corona-Teststation benötigt, so die Auskunft. Der Betriebsrat von Bosch AS und IG Metall wollten mit einem Autocorso und einer Kundgebung gegen die Streichung von 2.100 Stellen in Gmünd protestieren.

Betriebsrat und IG Metall informierten Gewerkschaft fürchtet weiteren Stellenabbau bei Bosch AS in Gmünd

Beim Automobilzulieferer Bosch AS in Schwäbisch Gmünd droht möglicherweise ein weiterer Stellenabbau bis 2026. Darüber haben Betriebsrat und IG Metall am Freitagmittag die Belegschaft informiert.  mehr...

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