Die Mehrzweckhalle in Blaubeuren wird in eine Notunterkunft für Flüchtglinge umgewandelt.  (Foto: Landratsamt Alb-Donau-Kreis)

Steigende Flüchtlingszahlen

Alb-Donau-Kreis richtet in Blaubeuren Notunterkunft für Geflüchtete ein

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Der Alb-Donau-Kreis hat in der Mehrzweckhalle in Blaubeuren-Seißen eine erste Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Sie soll schon am Freitag in Betrieb gehen.

Angesichts der stark steigenden Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Ländern bleibe keine Wahl, sagte der stellvertretende Landrat Markus Möller. Das Land habe dem Kreis allein in dieser Woche 110 Menschen zugewiesen. Die Kapazität in den bisherigen Gemeinschaftsunterkünften reiche nicht mehr aus, obwohl es bereits mehr als 1.100 Plätze in mehr als 20 Unterkünften gebe.

"Wir hatten gehofft, dass wir diesen Schritt nicht gehen müssen."

Bereits seit Beginn des Krieges sei man intensiv und beständig auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten. Dennoch sei jetzt die Einrichtung der Notunterkunft nötig geworden. Der Kreis suche deshalb weitere Mietobjekte. Zusätzlich wird bis Ende September eine Notunterkunft in Containern in Blaustein-Herrlingen errichtet. Laut Landratsamt sind diese Flüchtlingsunterkünfte als Übergangslösung gedacht.

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Die Belegung der Mehrzweckhalle in Blaubeuren-Seißen habe auch Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport. Ob kurzfristig weitere Hallen im Alb-Donau-Kreis belegt werden müssen, sei derzeit unklar, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Dies hänge davon ab, wie schnell Landkreis, Städte und Gemeinden weitere Unterbringungsmöglichkeiten schaffen könnten.

Ostalbkreis bereitet zwei Unterkünfte vor

Auch der Ostalbkreis rechnet mit weiteren Flüchtlingen und bereitet nach Angaben des Landratsamtes die Notunterkünfte in Schwäbisch Gmünd und Aalen vor. Der Kreis will verhindern, dass er Flüchtlinge in Turnhallen unterbringen muss. Der Nachbarkreis Heidenheim muss noch nicht auf eine Notunterkunft zurückgreifen. Das teilte ein Sprecher auf SWR-Anfrage mit.

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