Tausende verloren ihren Job

Vor zehn Jahren meldete Schlecker Insolvenz an

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Zehn Jahre nach der Pleite des Drogeriekonzerns Schlecker dauern die Aufräumarbeiten an. Die Entwicklungen in Bildern.

Pressekonferenz der Schlecker-Kette (Foto: dpa Bildfunk, Stefan Puchner)
Schlecker meldete am 23. Januar 2012 beim Amtsgericht Ulm Insolvenz an. Unternehmer Anton Schlecker gibt am 30. Januar 2012 die erste Pressekonferenz seit über 20 Jahren. Der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, hier neben Meike Schlecker, tritt erstmals öffentlich auf. Stefan Puchner
Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kündigt Ende Februar 2012 härtere Einschnitte an als zunächst gedacht. Er sollen 2.400 Filialen geschlossen und 11.750 Mitarbeiter entlassen werden. Julian Stratenschulte
Geiwitz will bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen für die Drogeriekette beantragen. Auch ver.di sowie der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) hatten sich für ein solches Darlehen ausgesprochen. Das Bundeswirtschaftsministerium erteilt wegen des Darlehens eine Absage. Schlecker erfülle nicht die Kriterien für einen Kredit der Förderbank. Stefan Puchner
Im Mai 2012 kommt es zu großen Demonstrationen der Schleckerfrauen. Bisher reichten rund 3.850 Ex-Schlecker-Beschäftigte Klage gegen ihre Kündigung ein. Markus Scholz
Schlecker findet einen Käufer für seine 145 Filialen in Tschechien. Geiwitz bestätigt die Übernahme durch das Unternehmen P.K. Solvent (PKS). Der Kaufpreis für das tschechische Filialnetz mit rund 460 Mitarbeitern wurde nicht bekanntgegeben. Bis dato reichten rund 3.850 Ex-Schlecker-Beschäftigte Klage gegen ihre Kündigung ein. Rainer Jensen
April 2019: Lars und Meike Schlecker müssen jeweils zwei Jahre und sieben Monate ins Gefängnis. Ihnen werden Untreue, Insolvenzverschleppung, Bankrott und Beihilfe zum Bankrott ihres Vaters vorgeworfen. Der BGH bestätigte ein Urteil des Landgerichts Stuttgart – ohne Möglichkeit auf Bewährung. Anton Schlecker selbst bekommt eine Bewährungs- und Geldstrafe. In dem Verfahren im Jahr 2017 ging es um die Frage, wann Schlecker die drohende Zahlungsunfähigkeit erkannt hat oder hätte erkennen müssen. Stefan Puchner
Ein Ende des Insolvenzverfahrens der früheren Drogeriemarktkette Schlecker ist nicht absehbar. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sagte: "Aufgrund der Kartellverfahren ist davon auszugehen, dass das Verfahren insgesamt noch mindestens zwei bis drei Jahre dauern wird." Matthias Balk
Der österreichische Unternehmer Patrick Landrock will die Marke Schlecker 2022 zurück auf den Markt bringen. KitzVenture
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