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Völlige Dunkelheit, Kälte und Polarbären: Das ist der Winter am Nordpol. Hans Honold aus Berghülen (Alb-Donau-Kreis) war vier Monate lang auf dem Forschungsschiff Polarstern für die Sicherheit zuständig.

Bergführer Hans Honold "Polarstern"-Expedition: Bergführer aus Berghülen trifft Polarbären

Eindrücke vom Forschungsschiff Polarstern (Foto: Hans Honold)
Vier Monate Dunkelheit auf der Polarstern: Die ersten Lichter haben Hans Honold und seine Kollegen kurz vor der Küste Norwegens gesehen. Aber die Dunkelheit ertrage man deutlich besser als die Mitternachtssonne, sagte der 44-jährige Bergführer aus Berghülen (Alb-Donau-Kreis). Hans Honold
Die Polarstern driftet seit Oktober in der Nähe des Nordpols durch das ewige Eis und sammelt Messdaten für die Klimaforschung. Insgesamt 100 Besatzungsmitglieder sind an Bord. Hans Honold
Die achtköpfige Crew um Hans Honold hat vor Ort für die Sicherheit auf dem Eis gesorgt und die Forscher bei den einzelnen Expeditionen begleitet. Hans Honold
Während seines Aufenthalts gab es "höchstens kritische Situationen": Insgesamt habe es acht Polarbärenbesuche gegeben, unter anderem kam eine Mutter mit ihrem Jungen den Forschern nahe. Stefan Hendricks
Meistens seien die Bären abends gekommen, wenn der Betrieb auf dem Eis ohnehin eingestellt gewesen sei. Nur wenn die Polarbären der Ausrüstung nahe kamen, habe man die Tiere mit dem Schiffshorn oder mit Signalpistolen verjagt. Stefan Hendricks
Während seines Einsatzes war Hans Honold bis auf einmal jeden Tag mit den Wissenschaftlern auf dem Eis. Hans Honold
Der Bergführer aus Berghülen kontrollierte beispielsweise Wege auf Risse oder achtete auf die Bekleidung der Wissenschaftler, um Erfrierungen zu vermeiden. Er selbst habe bei dem strengen Frost auch ab und zu gefroren, sagte er im SWR-Interview. Stefan Hendricks
Der Klimawandel sei bei der Expedition spürbar gewesen: Die Pistenbullys konnten erst im Dezember auf die Scholle gelassen werden, weil dann das Eis dick genug war. Hans Honold

Der 46-Jährige hat eine spektakuläre Arktisexpedition hinter sich.

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