Maximal halb so viele Badegäste wie in guten Jahren

Freibäder in Neu-Ulm und auf der Ostalb: Wetter trübt die Bilanz mehr als Corona

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Es war wie verhext: Zuerst durften die Freibäder in der Region wegen Corona im Mai noch nicht öffnen und dann kam ein mieser Sommer. Die Bilanzen fallen daher schlecht aus.

Das größte Bad in der Region, das Donaubad in Neu-Ulm, öffnete am 2. Juni. Neben jeweils 80 Spät- und Frühschwimmern musste die Zahl der Gäste wegen Corona tagsüber auf 1.000 beschränkt werden. Der Rekordwert vor der Pandemie lag dagegen bei 4.500. Aber in diesem verregneten Sommer, da kamen an den meisten Tagen nicht einmal die erlaubten 1.000 Badegäste.

Das Schwimmerbecken im Donaubad in Neu-Ulm (Foto: SWR, Felix Budde)
Erst jetzt zum Saisonausklang gibt es stabiles Freibadwetter. Gäste haben auch coronabedingt viel Platz im Neu-Ulmer Donaubad. Felix Budde

Sommertage sorgen vor allem im Juni für Andrang im Donaubad

Nur im Juni und an einzelnen schönen Tagen im August war das von den Städten Ulm und Neu-Ulm gemeinsam betriebene Bad ausgebucht. Betriebsleiter Jochen Weis blickt mit gemischten Gefühlen auf diese Saison: "Es ist reibungslos durchgelaufen, es gab keine Unfälle, das Ergebnis ist noch ganz passabel, aber es tut mir leid für die Familien mit Kindern, die keine schöne Saison hatten."

Im Donaubad in Neu-UIm springt ein Fünfjähriger in das Spassbecken. (Foto: SWR, Eberhard Halder-Nötzel)
Auch in den Schulferien gab es nur wenige Sonnentage, die Familien im Neu-Ulmer Donaubad genießen konnten. Eberhard Halder-Nötzel

Er rechnet bis zum Schlusstag am 19. September mit insgesamt 50.000 Gästen. Das sind halb so viele wie vor Corona.

"Corona spielt schon auch eine Rolle, aber in dem Fall war es das Wetter"

Sollte es auch über den 19. September hinaus noch sommerlich bleiben, könnte der Betrieb noch um ein paar Tage verlängert werden. Außerdem verlängert das Bergbad in Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) die Saison um eine Woche bis zum 19. September.

Kälte und Regen vermasseln Freibadsaison auch in Aalen

Im größten Freibad in Aalen, dem Spieselbad im Stadtteil Wasseralfingen, geht die Saison am 15. September zu Ende, drei Tage später als ursprünglich geplant. Das Freibad in Aalen-Unterrombach schließt wie geplant am Sonntag.

Das Spieselbad in Aalen-Wasseralfingen (Foto: SWR)
Statt 3.000 wie vor der Coronapandemie kamen an schönen Tagen 1.200 Gäste ins Spieselbad nach Aalen.

Kälte, Regen, Unwetter und coronabedingte Einschränkungen haben auch in Aalen die Saison vermasselt. Im Vergleich zu 2019 mit 176.000 Gästen sanken Zahlen um mehr als die Hälfte, so Stadtwerkesprecher Igor Dimitrijoski. Allerdings hinkt der Vergleich, weil inzwischen das dritte Bad in Aalen, das Hirschbachbad dauerhaft geschlossen ist. Hier soll für fast 45 Millionen Euro ein neues Kombibad entstehen.

Verluste auch wegen höherem Aufwand

Das Defizit aus der Freibadsaison kann Dimitijoski noch nicht beziffern, allerdings "stehen einem coronabedingt höherem Aufwand deutlich verringerte Besucherzahlen entgegen".

Schechinger Bad verlängert Saison

Das Freibad in Schechingen im Ostalbkreis hat aktuell angekündigt, die Saison bei gutem Wetter um eine Woche zu verlängern, bis einschließlich Sonntag, 19. September. Es musste im Sommer wegen Hochwassers vier Wochen lang geschlossen bleiben. Man wolle jetzt bei Spätsommerwetter den Gästen eine zusätzliche Badewoche ermöglichen, erklärte Bürgermeister Stefan Jenninger.

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