Die Arbeiten auf der B10 bei Ulm sind in vollem Gange. Die Bundesstraße muss dafür in Fahrtrichtung Ulm voll gesperrt werden. (Foto: SWR, Annette Schmidt)

Sanierung der Fahrbahndecke

B10-Sperrung bei Ulm: Verkehrsbehinderungen auf den Ausweichstrecken

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Am Dienstag haben Sanierungsarbeiten auf der B10 im Ulmer Norden begonnen. Betroffen ist auch die Autobahnausfahrt Ulm-West der A8. Ungemach bis 11. Mai?

Die B10 ist seit Dienstag wegen Belagsarbeiten zwischen Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) und Ulm voll gesperrt. Betroffen ist der Streckenabschnitt zwischen der Autobahnausfahrt Ulm/West (A8) und der B10-Abfahrt Ulm/Universität. Diesen Abschnitt befahren laut Regierungspräsidium Tübingen in beiden Fahrtrichtungen täglich 58.000 Fahrzeuge.

Stau auf der Ausweichstrecke wegen der Sperrung der B10 bei Ulm (Foto: SWR, Hendrik Zorn)
Wegen der Sperrung der B10 bei Ulm staut es sich auf den Ausweichstrecken, wie hier am Mittwochmorgen auf der B19 am Kreisverkehr zum Berliner Ring. Hendrik Zorn

Rückstau bis Langenau-Albeck

Schon am Mittwoch, dem ersten Tag nach Einrichtung der Baustelle, staute sich der morgendliche Berufsverkehr Richtung Ulm auf der B19 zurück bis Langenau-Albeck (Alb-Donau-Kreis). Auch nach 8 Uhr ging es auf dem ganzen Streckenabschnitt nur langsam vorwärts - "nichts Besonderes" für die Ulmer Polizei - zumindest gekracht hat es im stop-and-go auf der Umleitungsstrecke am Mitwochmorgen also nicht.

Eine Karte zeigt die Umleitung während der Vollsperrung der B10: Zwei Wochen lang müssen Autofahrer den Abschnitt der B10 bei Ulm umfahren. (Foto: Pressestelle, Regierungspräsidium Tübingen)
Zwei Wochen lang müssen Autofahrer den Abschnitt der B10 bei Ulm umfahren. Pressestelle Regierungspräsidium Tübingen

Lärmschutz für Ulmer Teilort Lehr

Auf 3,5 Kilometern werden in zwei Bauabschnitten bis voraussichtlich 11. Mai Schäden im Asphalt ausgebessert, genauso wie die darunter liegenden so genannten Tragschichten. Beim Ulmer Teilort Lehr wird nach weiteren Angaben des zuständigen Regierungspräsidiums Tübingen zudem auch ein "lärmoptimierter Splittmastixasphalt" , also sogenannter Flüsterasphalt, zur Lärmreduzierung aufgebracht.

Umleitung über A8 und B19

Die Kosten von rund 1,5 Millionen Euro trägt der Bund. Der Verkehr wird zunächst über die A8 in Fahrtrichtung München zur Anschlussstelle Ulm-Ost umgeleitet, von dort über die B19 (Heidenheimer Straße) zum Berliner Ring (Nordumfahrung Ulm). Die B19 ist die zweite große Zufahrt aus Richtung Norden nach Ulm, die schon ohne baustellenbedingten Zusatzverkehr zu den Stoßzeiten regelmäßig staugefährdet ist.

Auch A8-Abfahrt Ulm-West gesperrt

Hinzu kommt, dass auch die Autobahnabfahrt Ulm-West der A8 Stuttgart-München seit Dienstag in Fahrtrichtung Ulm voll gesperrt ist. Auch dieser Verkehr wird zur Abfahrt Ulm-Ost (Seligweiler) umgeleitet. Nach dem Ausbau der A8 werden jetzt an der Autobahnabfahrt Ulm-West noch Restarbeiten erledigt, beispielsweise fehlende Leitplanken aufgestellt. Auch Fahrer, die aus Richtung München kommend über die Anschlussstelle Ulm-West weiter nach Ulm, ins Industriegebiet Donautal, nach Oberschwaben oder Richtung Allgäu wollen, werden wieder zur Ausfahrt Ulm-Ost zurückgeschickt.

Staugefahr auch auf Schleichwegen

Sofern das Wetter mitspielt, rechnet das Regierungspräsidium Tübingen damit, dass die Bauarbeiten am 11. Mai beendet werden. So lange muss auf den Umleitungsstrecken im Ulmer Norden mit Behinderungen gerechnet werden. Das gilt auch für mögliche Schleichwege. Am Dienstag gab es beispielsweise erste Staus auf der alten B10 zwischen Dornstadt und Ulm-Lehr, die wiederholten sich im morgendlichen Berufsverkehr am Mittwoch.

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