Der Warnstreik der Lokführer und der Gewerkschaft GDL führt zu Zugausfällen und Verspätungen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn

Lokführerstreik - Zugausfälle und Behinderungen in Ulm, Heidenheim und Aalen

STAND

Wegen des erneuten Streiks der Lokführergewerkschaft GDL müssen Bahnreisende auch bei uns in der Region am Montag und Dienstag mit vielen Zugausfällen und Verspätungen rechnen.

Obwohl der Bahnvorstand im Tarifstreit am Sonntag eine Corona-Prämie für die Lokführer angeboten hat und damit weitere Streiks vermeiden wollte, werden die Lokführer am Montag und Dienstag auch weite Teile des Personenverkehrs lahmlegen. In der Region wird es vor allem die Verbindungen von Ulm Richtung München und in Richtung Friedrichshafen, Lindau und Sigmaringen treffen. Die Filstalbahnstrecke Ulm-Stuttgart ist wegen Gleisarbeiten ohnehin bis 3.September gesperrt.

Regionalverkehr auf Brenzbahn nicht betroffen

Auf der Brenzbahn von Ulm über Heidenheim nach Aalen sind die Interregio-Express-Züge vom Streik betroffen, nicht jedoch der Regionalverkehr. Dieser wird von der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG betrieben. Auch am Aalener Bahnhof fallen Züge aus. Außerdem sind laut Deutscher Bahn auch bei den Verbindungen des privaten Anbieters "Go Ahead" Störungen nicht auszuschließen.

Lokführerstreik bis Mittwochfrüh 2 Uhr

Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt seit dem frühen Montagmorgen bundesweit den Personenverkehr. Der Güterverkehr steht seit Samstagnachmittag in großen Teilen still.

Die Wirtschaftsbetriebe in der Region sind nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg jedoch nicht stark von dem Streik betroffen. "Die Bahn ist nicht Transportmittel Nummer 1 für unsere hiesige Wirtschaft", sagte Handelsexperte Alexander Paluch dem SWR. Viele Güter würden immer noch mit dem Lkw transportiert. Dennoch komme der Streik ungelegen. Viele Betriebe leiden demnach weiter unter der Rohstoffknappheit. "Es ist alles andere als gut für unsere Unternehmen in der Region", so Paluch.

Der Streik soll bis Mittwoch, 2 Uhr, dauern. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass bundesweit noch ein Viertel der Fernzüge fahren wird. Im Regionalverkehr und bei S-Bahnen möchte die Bahn im Schnitt 40 Prozent der Verbindungen aufrechterhalten.

Lokführer: Kundgebung auf Stuttgarter Schlossplatz

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte bereits vor knapp zwei Wochen mit einem bundesweiten Streik weite Teile des Personen- und Güterverkehrs der Bahn lahm gelegt. Die Mitglieder fordern höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Am Montag ist eine Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz geplant.

Baden-Württemberg

Züge stehen bundesweit still GDL bestreikt Personenverkehr - Einschränkungen bei Fern- und Regionalzügen

Seit Montagfrüh müssen Fahrgäste in Baden-Württemberg wieder mit Zugausfällen rechnen - obwohl die Bahn auf die Lokführergewerkschaft zugegangen war. Doch der war das nicht genug.

Stuttgart

Noch bis Mittwoch GDL ruft zu erneutem Streik im Bahnverkehr auf - viele Züge in BW betroffen

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL weitere Arbeitskämpfe angekündigt. Bis Mittwoch werde gestreikt, so Gewerkschaftschef Claus Weselsky.

Ulm

Erhebliche Einschränkungen für Bahnreisende Bahnstrecke Ulm-Stuttgart wird drei Wochen gesperrt

Der Lokführerstreik endet erstmal, aber Reisende zwischen Ulm und Stuttgart müssen weiter mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Die Bahnstrecke Ulm- Stuttgart ist ab Freitag drei Wochen lang gesperrt.

STAND
AUTOR/IN
SWR