Wegen Streit in der LEA Ellwangen musste Polizei zweimal anrücken (Foto: IMAGO, Imago Images / Marius Bulling)

Bis zu 100 Bewohner beteiligt

Großeinsatz nach Schlägereien in der LEA Ellwangen

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Die Polizei musste am Mittwochabend gleich zwei Mal zur LEA Ellwangen (Ostalbkreis) ausrücken. Rund 100 Menschen sind dort aufeinander losgegangen - unter anderem mit Eisenstangen.

In der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA) haben sich etwa 100 Menschen geprügelt. Nachdem der Sicherheitsdienst gegen 20:30 Uhr bereits Streitigkeiten gemeldet hatte, ging rund eine Stunde später der nächste Notruf ein.

Zunächst Streit zwischen 30 Bewohnern der LEA

An der ersten Auseinandersetzung waren rund 30 Bewohner beteiligt - Syrer auf der einen und Nordafrikaner auf der anderen Seite. Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Situation laut Polizei bereits beruhigt. Anlass für den Streit sei eine Körperverletzung gewesen, bei der ein Mann leicht verletzt worden sei.

Am 30. September 2022 gab es erneut einen Großeinsatz in der LEA Ellwangen:

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In der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Ellwangen ist es am Freitag erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen Bewohnern gekommen. Dabei wurden vier Männer verletzt.

Gegen 21:40 Uhr kochten die Emotionen dann aber wieder hoch. Der Sicherheitsdienst wandte sich erneut an die Polizei. Dieses Mal seien rund 100 Bewohner involviert gewesen - einige von ihnen mit Eisenstangen und abgebrochenen Glasflaschen.

Zehn Streifenwagen in der LEA im Einsatz

Die Wachleute hätten die Menge trennen können, hieß es. Die Polizei war mit mehr als zehn Streifenwagen auf dem Gelände der ehemaligen Reinhardtkaserne und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Beamten nahmen vier mutmaßliche Rädelsführer fest, die für die Auseinandersetzungen verantwortlich gewesen sein sollen. Sie mussten die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.

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SWR