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In Bayern dürfen ab sofort Hausärzte Astrazeneca an jeden über 18-Jahren verabreichen. Der Andrang in Neu-Ulm ist groß, Impftourismus aus Baden-Württemberg wird jedoch nicht befürchtet.

In der Praxis des Neu-Ulmer Hausarztes Dr. Stefan Thamasett klingelt zurzeit das Telefon noch öfter als an den Tage zuvor. Es seien fast doppelt so viele Anrufe und alle fragen nach einem Impftermin. Er impfe zunächst seine Patientinnen und Patienten. Seine bayerischen Kollegen würden ähnlich agieren, sagt er.

Öfter höre er davon, dass viele Menschen sich jetzt an allen möglichen Stellen anmelden zum Impfen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir primär unsere Patienten impfen, weil die kein Verständnis hätten, wenn ich 100 Patienten am Tag impfe und die Hälfte vorher noch nie gesehen habe", erläutert Thamasett.

Wichtiger Schritt fürs Impfen

Für den Hausarzt, der auch als Impfkoordinator für den Landkreis Neu-Ulm im Einsatz ist, ist die Freigabe wichtig und richtig. "Wir freuen uns, dass die Handbremse endlich gelöst wird." Es sei aber schade, dass es bislang nur den Astrazeneca-Impfstoff betreffe.

In den bayerischen Impfzentren wird seit dieser Woche keine Erstimpfung mehr mit Astrazeneca angeboten. Trotzdem soll es laut Landratsamt Neu-Ulm vorerst keine Weiterlieferung von Ampullen aus Impfzentren an Hausärzte geben. Der Impfstoff werde derzeit noch für die zweite Impfung benötigt. Der Impfstoff ist bei den Arztpraxen daher noch knapp. Unter 60-Jährige können ohne besondere Priorität können daher nicht unbedingt mit einem schnellen Termin rechnen.

Baden-Württemberg bleibt bei Priorisierung

Das baden-Württembergische Sozialministerium teilte mit, dass Astrazeneca-Termine nach der Öffnung der Impfberechtigung für alle Menschen über 60 Jahren in Baden-Württemberg derzeit gut nachgefragt werden. Einer Freigabe wie in Bayern will sich das Land derzeit nicht anschließen.

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