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Die Stadt Niederstotzingen kann den "Archäopark Vogelherd" nicht mehr finanzieren. Die Stadt fordert nun vom Land eine langfristige finanzielle Unterstützung für die Unesco-Welterbestätte.

Aus eigener Kraft ist der Betrieb des 2013 eröffneten Archäoparks offenbar nicht mehr zu tragen: "Wir sind an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit gekommen", sagte Bürgermeister Marcus Bremer (parteilos) am Donnerstag. Der Gemeinderat von Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) hat dazu am Mittwochabend eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Ein Mammut in Originalgröße ist die neue attraktion des Archäoparks bei Niederstotzingen (Kreis Heidenheim). (Foto: SWR, Annette Schmidt)
Ohne Landesunterstützung steht der Archäopark bei Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) offenbar vor dem Aus. Annette Schmidt

Der Archäopark Vogelherd wurde bisher durch regionale Unterstützer gefördert. "Mit Ablauf der Haushaltsjahre 2021 und 2022 werden umfangreiche Förderungen enden. Das bedeutet in Summe 150.000 Euro weniger Erträge", heißt es in dem Beschlussantrag der Stadt. Ein Weiterbetrieb des Archäoparks sei nicht mehr zu verantworten.

Teile der Sonderausstellung und das Mammut im Archäopark Niederstotzingen (Foto: SWR, Peter Köpple)
Der Gemeinderat von Niederstotzingen hat konkrete Forderungen zur Finanzierung des Archäoparks an das Land Baden-Württemberg gerichtet Peter Köpple

Eine Unterstützung des Landes könne aus Sicht von Bürgermeister Bremer durch eine Übernahme von Grundstück, Gebäude und Betrieb in das Landeseigentum - beispielsweise in die Staatlichen Schlösser und Gärten - erfolgen.

"Land soll Verantwortung übernehmen"

Die Vogelherdhöhle gehört zum Welterbe-Ensemble "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb". Die Stadt fordert in der Vorlage, dass der Archäopark als zentrales Besucher- und Informationszentrum gefördert wird. Das Land solle Verantwortung übernehmen und die laufenden Betriebskosten finanzieren.

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