Anti-Atom-Radtour 2022 Etappe Mutlangen-Gundelfingen (Foto: Bayerischer Rundfunk, Peter Allgaier)

Symbolische Atommüllfässer auf dem Münsterplatz

"Anti-Atom-Radtour" von Ulm nach Riedlingen unterwegs

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Ulm war am Donnerstag Ziel der elften Etappe der bundesweiten "Anti-Atom-Radtour". Am Freitag zogen die Atomkraftgegner und -gegnerinnen weiter nach Oberschwaben.

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Auf dem Ulmer Münsterplatz haben sich am Donnerstagnachmittag rund 60 Atomkraftgegnerinnen und -gegner zu einer Kundgebung versammelt. Sie nehmen an der deutschlandweiten "Anti-Atom-Radtour" gegen eine mögliche Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken teil. Die Protesttour war am Morgen zu ihrer elften Etappe in Gundelfingen (Kreis Dillingen) gestartet.

"Anti-Atom-Radtour" mit Halt in Mutlangen, Gundremmingen und Ulm

Seit 13. August ist die Protesttour in Süddeutschland unterwegs. Sie war bereits am einstigen Standort von US-Atomwaffen auf der Mutlanger Heide im Ostalbkreis. Eine weitere Station war am Mittwoch Gundremmingen im Kreis Günzburg, Das Atomkraftwerk dort ist inzwischen zwar abgeschaltet, das atomare Zwischenlager gibt es aber immer noch.

Darauf verweist auch die Organisation ".ausgestrahlt", die die Radtour zusammen mit weiteren Umweltorganisationen und örtlichen Initiativen veranstaltet. Im Großraum Ulm spiele Atomkraft mehrfach eine Rolle: Denn es gibt nicht nur das oberirdische Atommülllager in Gundremmingen. Auf der Schwäbischen Alb wird außerdem weiterhin nach möglichen Standorten für ein unterirdisches Atommülllager gesucht (siehe Infokasten). 

Der Protest richtet sich auch gegen die erneute Diskussion über Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken in der aktuellen Gaskrise.

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