Angeklagter wegen Messerangriff in Neu-Ulm zu Haftstrafe verurteilt

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Regensburger, Florian

Eine brutale Attacke mit einem Klappmesser im Obdachlosen-Milieu hätte einen 40-jährigen Mann in Neu-Ulm im vergangenen Dezember fast das Leben gekostet. Die Freundin des Angeklagten soll das Opfer zudem ausgeraubt haben. Seit September mussten die beiden sich deshalb vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Heute fiel das Urteil.
Sechs Jahre und sechs Monate Gefängnis wegen versuchten Totschlags lautet das Urteil gegen den 42-jährigen Mann. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass er einen 40-Jährigen Kontrahenten im vergangenen Dezember mit 20 Messerstichen lebensgefährlich verletzt hat.

Der Angriff war auf einen Streit um Geld unter den erheblich alkoholisierten Männern gefolgt. Strafmildernd wirkte sich bei der Urteilsfindung aus, dass das Opfer sich im Ausland aufhält und sich damit einer Befragung vor Gericht entzog. In polizeilichen Vernehmungen hatte sich der Mann zuvor widersprüchlich zum Tathergang geäußert. Laut der Anwältin des 42-Jährigen habe er erheblichen Anteil an der Eskalation des Streits gehabt. Trotzdem geht das Gericht bei dem heute verurteilten Mann von einem „bedingten Tötungsvorsatz“ aus.

Die 37-jährige Lebensgefährtin des Verurteilten wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je fünf Euro verurteilt. Der Vorwurf des Raubs konnte ihr nicht nachgewiesen werden.

Aus Memmingen: Florian Regensburger
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Regensburger, Florian