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Der Ulmer Gemeinderat hat am Mittwochabend die Abstimmung über den sechs- oder achtspurigen Neubau der Adenauerbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm vertagt. Die Grünen-Fraktion, die sechs Spuren favorisiert, hatte zuvor mit einem Antrag auf eine zweite Lesung Erfolg.

Die Debatte dauerte bereits über eine Stunde und es zeichnete sich eine Mehrheit für die achtspurige Variante ab, als der stellvertretende Fraktionssprecher der Grünen, Michael Joukov-Schwelling, eine zweite Lesung beantragte. Mit Erfolg: Denn dafür ist nur ein Viertel der Stimmen notwendig und das stellen die Grünen schon allein.

Neu-Ulm/Ulm

Gegenstimmen von Grünen und aus der CDU Ulmer Gemeinderat stimmt für achtspurige Adenauerbrücke

Der Ulmer Gemeinderat hat am Mittwochnachmittag für den achtspurigen Neubau der Adenauerbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm gestimmt. Gegner hatten eine sechsspurige Variante gefordert.  mehr...

Bauherr der Adenauerbrücke ist der Bund

Nun muss der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung über den Ausbau der Bundesstraße zwischen Neu-Ulm und Ulm diskutieren und abstimmen. Zur Wahl stehen der sechs- oder der achtspurige Ausbau der Brücke. Bei dem Beschluss des Gemeinderats geht es um eine Empfehlung der Stadt. Bauherr ist das Bundesverkehrsministerium.

Neubau von Adenauerbrücke dringend nötig

Über die marode Adenauerbrücke rollen täglich bis zu 100.000 Autos. Das Bauwerk, das als Bundesstraße zwei Bundesländer verbindet und den Fernverkehr zum Beispiel in Richtung A7 leitet, muss neu gebaut werden, darüber sind sich alle einig, nur nicht in welcher Form.

Bei der Sitzung sprachen sich fast alle Fraktionen für den achtspurigen Ausbau der Adenauerbrücke aus. Die Grünen-Stadtratsfraktion hingegen ist für die sechsspurige Variante. Die Fraktion hatte bereits im Vorfeld versucht, die Abstimmung über den Neubau von der Tagesordnung nehmen zu lassen - allerdings ohne Erfolg.

Protest mit Plakaten gegen achtspurigen Ausbau

Protest-Plakate gegen den achtspurigen Ausbau der Adenauerbrücke (Foto: SWR, Sarah Umla)
Bürger machten mit Protest-Plakaten gegen den achtspurigen Ausbau der Adenauerbrücke aufmerksam. Sarah Umla

Außer bei den Grünen regt sich auch in der Bevölkerung Widerstand gegen das Bauvorhaben. Gegner des achtspurigen Ausbaus hatten im Vorfeld Plakate vor der Donauhalle angebracht, in der die Gemeinderatssitzung stattfand. Vor allem die Eingriffe in die Ehinger Anlage stehen in der Kritik. Unter anderem sollen dort für den achtspurigen Ausbau rund 40 Bäume gefällt werden.

Ulm

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