Photovoltaik-Anlage auf Wiese (Foto: SWR)

Zwölf Hektar große Anlage Bürger entscheiden gegen Solarpark in Laichingen

Der Bau eines Solarparks auf einer Ackerfläche bei Laichingen im Alb-Donau-Kreis ist gescheitert. In einem Bürgerentscheid stimmten am Sonntag nur 41 Prozent der Einwohner für das Projekt, 59 Prozent dagegen.

Der Initiator des Bürgerentscheids, Ludwig Häberle, äußerte sich gegenüber dem SWR enttäuscht über das Ergebnis. Dennoch müsse er das klare Votum der Laichinger akzeptieren, so Häberle. Eine Bürgerinitiative hatte sich für den Bau der zwölf Hektar großen Photovoltaikanlage als Beitrag zu Energiewende eingesetzt. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützte das Vorhaben. Der Gemeinderat hatte jedoch mehrheitlich einen entsprechenden Bebauungsplan abgelehnt, um landwirtschaftlichen Boden vor dem Flächenverbrauch zu schützen.

Gemeinderat will den Boden schützen

Der Ratsmehrheit in Laichingen geht es um den Schutz wertvoller landwirtschaftlichen Böden vor dem Hintergrund fortgeschrittenen Flächenverbrauchs. Ulrich Rößler, Fraktionsvorsitzender der Bürgerlichen Wählervereinigung im Laichinger Gemeinderat sagte: "Das ist ein immenser Flächenverbrauch bei uns in der Gegend und da macht es keinen Sinn mehr, noch zwölf Hektar zur Verfügung zu stellen."

Das "Gewann Reute" bei Laichingen im Alb-Donau-Kreis, hier sollte der umstrittene Solarpark entstehen (Foto: Ludwig Häberle)
Das "Gewann Reute" bei Laichingen im Alb-Donau-Kreis, hier sollte der umstrittene Solarpark entstehen Ludwig Häberle

Initiative setzte auf erneuerbare Energien

Wir brauchen den Solarpark aber heute um für morgen gerüstet zu sein, sagt Ludwig Häberle von der Bürgerinitiative vor dem Entscheid. Etwa 2.400 Haushalte hätten laut Häberle durch den neuen Solarpark mit Strom versorgt werden können. "Das wäre ein Beitrag aus Laichingen zur Energiewende und es wäre ein Beitrag dazu, dass wir die Klimaziele vielleicht doch noch erreichen könnten", hatte Häberle betont. Zusätzlich habe die Erfahrung gezeigt, dass die Flächen nicht nur landwirtschaftlich genutzt werden können, sondern sich auch zu Rückzugsgebieten seltener Tiere entwickeln können.

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