Tier-Aufnahme aus der Fotofalle Experten bestätigen Wolf auf der Ostalb

Das Tier, das bei Steinheim im Kreis Heidenheim von einer Fotofalle aufgenommen wurde, ist mit großer Sicherheit ein Wolf. Und nicht nur dort wurde er fotografiert.

Das Umweltministerium bestätigte dem SWR am Freitagmittag, dass nach Einschätzung der Fachleute ein Wolf durch Ostwürttemberg streifte. Neben der bereits bekannten Spur, einer Aufnahme aus einer Fotofalle in Steinheim am Albuch, gibt es demnach ein weiteres Bild aus einer Fotofalle in Bartholomä im Ostalbkreis vom Abend des 23. April.

unscharfes Schwarz-Weiß-Bild von einem Wolf (Foto: privat)
Dieses Bild aus einer Fotofalle in Bartholomä zeigt nach Einschätzung der Fachleute einen Wolf privat

Bei Böhmenkirch im Kreis Göppingen haben die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg außerdem Proben von Kot genommen, der möglicherweise von dem Wolf stammt. Von der genetischen Untersuchung erhoffen sie sich weitere Erkenntnisse. Mit Ergebnissen wird erst in einigen Wochen gerechnet. Aktuell können keine Aussagen über Herkunft oder Geschlecht des Wolfs getroffen werden. Auch wo sich das Tier derzeit aufhält, lässt sich nicht sagen.

Erstes Foto vom Ostermontag

Nach dem Bild aus Steinheim waren am Donnerstag Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA in der Gegend unterwegs, um weitere Spuren zu sichern. Bisher gab es auf der Ostalb noch keine Wölfe. Fotofallen werden häufig von Jägern oder Wildhütern aufgestellt, um Tierbewegungen zu beobachten. Sie informieren die Behörden direkt über ungewöhnliche Beobachtungen.

Ausleihe von Zäunen möglich

Das Umweltministerium weist darauf hin, dass Schäfer oder andere Nutztierhalter, die jetzt ihre Herde besser schützen wollen, kurzfristig bei der FVA Zaunsets ausleihen können. Außerdem bittet die Behörde, Wolfsbeobachtungen umgehend der FVA zu melden. Die Tiere sollten auf keinen Fall angelockt oder gar angefüttert werden.

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