Eine Eingangsfront eines großen Gebäudes aus Glas und rostendem Stahl (Foto: SWR, Frank Polifke)

Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik zum Anfassen und Mitmachen Zehn Jahre Schülerlabor "Explorhino" in Aalen

Im Aalener Schülerlabor und Mitmach-Museum "Explorhino" hat am Freitag das Jubiläumsprogramm zum zehnjährigen Bestehen begonnen. Auftakt war ein Fachtag für Pädagogen.

Die Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen amüsieren sich köstlich. Sie stehen im so genannten "Ames-Raum", einer Kabine mit lauter schiefen Winkeln. Sie schwanken und stolpern. An der Außenwand hat die Kabine ein kleines Guckloch. Man kann nur mit einem Auge ins Innere schauen. Und was sieht man da? Manche Leute im Raum sind Riesen, andere Zwerge.

Optischer Trick

Weil man nur mit einem Auge durch das Guckloch blicken kann, fehlt das dreidimensionale Sehen. Deswegen werden die verzerrten Wände als rechtwinklig wahrgenommen und die Menschen als unterschiedlich groß. Ein optischer Trick. Davon gibt’s im Explorhino eine ganze Menge. Den "Raum der Unendlichkeit" etwa:

Eine Spiegelreflexion mit Fluchtpunkt (Foto: SWR, Frank Polifke)
Die Unendlichkeit befindet sich zwischen zwei Spiegeln. Der Beweis ist im Explorhino zu erkennen. Frank Polifke

Das Explorhino-Wappentier, ein buntes Nashorn, sitzt einsam in einer Kiste. Da die Innenseiten verspiegelt sind, sieht man durchs Guckloch eine ganze Armee von Nashörnern. Rund 120 Experimentierstationen sind im Explorhino über zwei Stockwerke verteilt.

Fachtag zum Jubiläum

Während junge Menschen im Museum experimentieren, wird nebenan diskutiert: Wie lassen sich Tablet-Computer in Kindergarten und Grundschule kreativ einsetzen? Wie können Kinder in ihrem normalen Alltag Wissenswertes aus Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik entdecken? Um Fragen wie diese geht es beim Fachtag am Freitag im Explorhino.

Eine junge Dame in einem Metallgestänge (Foto: SWR, Frank Polifke)
Wie fühlt es sich im Inneren einer Seifenblase an? Kann man im Explorhino ausprobieren, indem man einen Ring hochzieht, an dem eine überdimensionale Blase hängt - fast wie ein Duschvorhang. Frank Polifke

Der Rest des zehntägigen Jubiläumsprogramms im Explorhino ist dann für Kinder und Jugendliche: Es geht um Themen wie "Wie man aus Steinen Eisen macht und warum die Titanic unterging!". Außerdem gibt's ein Puppentheaterstück über die Suche nach dem Stein der Weisen, eine kindergerechte Führung durch die Labors der Hochschule. Und als Höhepunkt ein großes Jubiläumsfest mit Wissenschafts-Show.

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