Weitere Details zum Tathergang Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes in Laichingen

Die Staatsanwaltschaft Ulm erhebt Anklage gegen einen 40-Jährigen wegen Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau in Laichingen (Alb-Donau-Kreis). Er bestreitet die Tat weiterhin.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann die 30-Jährige heimtückisch ermordete: Er soll sich an einem Abend im November im Laichinger Teilort Suppingen durch ein Kellerfenster in das Gebäude geschlichen haben. Nach der Heimkehr der Ehefrau habe er den Schlüssel im Schloss abgebrochen, um Fluchtwege abzuschneiden. Er habe sich an die Frau herangeschlichen und sie erstochen.

Mit Polizeiaufklebern verschlossene, hölzerne Haustür (Foto: SWR, Maja Nötzel)
Ermittlungen im Haus des Opfers nach der Tat im November 2018 (Archivbild) Maja Nötzel

Motiv für die Tat sei die wenige Wochen zuvor eingereichte Scheidung, so die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung am Montag. Der Mann habe zunächst versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Daraufhin sei er in ein psychiatrisches Krankenhaus aufgenommen worden. Bei einem Fluchtversuch habe er sich so verletzt, dass er auch zum Tatzeitpunkt Probleme beim Gehen hatte.

Morddrohungen vor der Tat

Er habe schon zuvor gedroht, die 30-jährige Mutter von drei Kindern umzubringen. Dennoch sei das Verhalten des Mannes als heimtückisch zu werten, da das Opfer zu Zeitpunkt der Tat nicht mit einem Angriff rechnen konnte.

40-Jähriger in Untersuchungshaft

Der Ehemann ist am Tag nach der Tat Anfang November vergangenen Jahres verhaftet worden und seitdem in Untersuchungshaft.

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