Unsichere Zukunft Osram könnte in Herbrechtingen hunderte Stellen abbauen

Das Werk des Lampenherstellers Osram in Herbrechtingen (Kreis Heidenheim) ist nach Angaben des Betriebsrates möglicherweise vom geplanten Stellenabbau des Konzerns betroffen. Zur Zukunft des Werkes soll es in den nächsten Tagen Gespräche geben.

Nach Angaben eines Sprechers des Betriebsrates sollen in Herbrechtingen (Kreis Heidenheim) möglicherweise rund 300 Stellen abgebaut werden. Der Gesamtbetriebsrat tagt derzeit in Nürnberg und beschäftigt sich bis Donnerstag mit der Zukunft bei Osram. Gespräche könnten frühestens am Freitag beginnen. Man sperre sich nicht gegen eine Technologiewende, hieß es.

Einsparpotentiale sollen geprüft werden

In Herbrechtingen produziert Osram Halogenlampen für die Automobilbranche. Allerdings werden in neue Autos heutzutage fast nur noch LED-Lampen eingebaut.

Auch das Unternehmen setzt nun auf Gespräche. Zunächst müssten aber Einsparpotentiale geprüft werden. Erst am Ende der Gespräche könne man über Arbeitsstellen entscheiden, erklärte ein Osram-Sprecher dem SWR.

Proteste gegen geplanten Stellenabbau

Mitarbeiter aus mehreren Osram-Standorten protestierten am Montag gegen den geplanten Stellenabbau. (Foto: dpa Bildfunk, Matthias Balk dpa-Bildfunk)
Mitarbeiter aus mehreren Osram-Standorten protestierten am Montag gegen den geplanten Stellenabbau Matthias Balk dpa-Bildfunk

Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall hatte der Großteil der Osram-Belegschaft aus Herbrechtingen am Montag an einer Protestaktion teilgenommen. Osram-Beschäftigte mehrerer Standorte hatten in Berlin und in München gegen den geplanten Stellenabbau demonstriert. Sie forderten dagegen Investitionen und neue Produkte, um den angeschlagenen Beleuchtungshersteller wieder auf Kurs zu bringen.

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