Mitarbeiterversammlung in Schelklingen Trauer nach tödlichem Betriebsunfall

In einer Betriebsversammlung sind die Beschäftigten von HeidelbergCement in Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) über den schweren Unfall vorige Woche informiert worden. Die Betroffenheit war groß.

Zu der Versammlung war der Vorstandsvorsitzende von HeidelbergCement, Scheiffele, angereist. Die Sicherheit der Mitarbeiter stehe im Unternehmen an oberster Stelle, so eine Sprecherin des Konzerns. Ein Notfallseelsorger sei Ansprechpartner für die rund 150 Mitarbeiter.

Auf dem Gelände des Zementwerks Schelklingen wird ein neuer Wärmetauscher-Ofen gebaut. (Foto: Ralf Zwiebler)
Auf dem Gelände des Zementwerks Schelklingen wird ein neuer Wärmetauscher-Ofen gebaut. Hier kam es zu dem tödlichen Arbeitsunfall. Ralf Zwiebler

Tote Arbeiter kamen aus Polen

Die beim Einsturz eines Gerüsts getöteten Arbeiter im Alter von 20 und 40 Jahren stammen aus Polen. Sie waren bei einem Subunternehmen beschäftigt, schreibt die Ulmer "Südwest Presse". Den 140 Meter hohe Wärmetauscherturm, in dem das Unglück passierte, konnten die Ermittler noch nicht betreten. Es sind noch Sicherungsarbeiten nötig, so die Polizei.

Material wird untersucht

Derzeit wird das Material untersucht. Kriminalpolizei und Gewerbeaufsicht müssen zudem klären, ob eine Sicherung der Arbeiter auf dem Gerüst nötig gewesen wäre. Der 140 Meter hohe Wärmetauscherturm, in dem das Gerüst aufgebaut war, ist Teil einer neuen Ofenanlage für das Zementwerk.

Rettungshubschrauber landet auf dem Betriebsgelände der Firma
Neben Höhenrettungsspezialisten der Feuerwehr war am Freitag auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Ralf Zwiebler

Zwei Arbeiter waren am Freitag beim Einsturz des 40 Meter hohen Gerüstes in dem Turm getötet worden. Vier weitere konnten sich in Sicherheit bringen.

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