Gas verletzt 15 Bewohner über dem Lokal Shisha-Bar in Ulm nach Vergiftungen durch Kohlenmonoxid geschlossen

Nach den Vergiftungen mit Kohlenmonoxid in einem Ulmer Gebäude hat die Stadt Ulm bestätigt, dass der Betrieb einer Shisha-Bar dort nicht genehmigt war. Das Lokal wurde geschlossen.

Der Betreiber hatte die Bar Anfang November eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nach Angaben der Stadtverwaltung Ulm nur eine Genehmigung für eine Gaststätte. Zwar lag der Antrag für eine Shisha-Bar vor, er war aber noch nicht bearbeitet worden.

15 Menschen erleiden eine Kohlenmonoxidvergiftung wegen verbotener Shisha-Bar in Ulm (Foto: SWR, Petra Volz)
In die Wohnungen oberhalb dieser Shisha-Bar in Ulm zog offenbar Kohlenmonoxid und verursachte bei 15 Menschen Beschwerden Petra Volz

Seit 2018 gibt es für Lokale, in denen Wasserpfeifen geraucht werden, besondere Auflagen. So muss es zum Beispiel eine Entlüftungsanlage geben, denn durch die glühenden Kohlen oder Kohletabletten, mit denen der Rauch erzeugt wird, entsteht Kohlenmonoxid.

Silhouette einer Wasserpfeife und Rauch (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance, Soeren Stache, Symbolbild)
Eine gute Lüftung ist Vorschrift, weil beim Betreiben von Wasserpfeifen Kohlenmonoxid entsteht (Symbolbild) picture alliance, Soeren Stache, Symbolbild

In den Obergeschossen über der Ulmer Shisha-Bar wohnen laut Polizei 30 Menschen. Ein Bewohner hatte am Samstag wegen gesundheitlicher Beschwerden den Rettungsdienst gerufen.

Auch ein Baby verletzt

Bei den Sanitätern schlugen vor Ort die Kohlenmonoxid-Melder an. Bei 15 der Bewohner stellten sie Kohlenmonoxid-Vergiftungen fest, darunter war auch ein fünf Monate altes Baby, das schwerer verletzt wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den Betreiber.

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