Neue Maßnahme gegen Lkw-Verkehr Fahrbahn auf der Gänstorbrücke in Ulm wird verengt

Die Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm bekommt eine Betonschleuse. Dadurch wird die Fahrbahn so verengt, dass Lkw nicht mehr durchfahren können, bestätigte die Stadt am Dienstag.

Seit August gibt es an der Brücke über die Donau eine Höhen- und Gewichtsbeschränkung. Fahrzeuge höher als 3,2 Meter und schwerer als 3,5 Tonnen dürfen nicht mehr darüber fahren. Das Verbot wird laut einer Sprecherin der Stadt aber weiterhin missachtet. Von Mitte September bis Mitte Oktober passierten zwölf Lastwagen die Gänstorbrücke, die zwischen 15 und 20 Tonnen wogen.

Blick von der Neu-Ulmer Seite auf die Beschilderung an der Gänstorbrücke  (Foto: SWR, Bernd Schlecker)
Blick von der Neu-Ulmer Seite auf die Beschilderung an der Gänstorbrücke (Archivbild) Bernd Schlecker

Vor mehr als einem Jahr geriet die wichtige Verbindung zwischen Ulm und Neu-Ulm in den Blick der Stadt. Tests ergaben, dass die Brücke marode ist. Sie muss aber bis zu einem Neubau in fünf Jahren befahrbar bleiben.

Fahrbahn vermutlich ab November verengt

Deswegen werde vermutlich im November eine so genannte Schleuse eingerichtet: die jeweils rechte Fahrspur soll durch Betonteile auf 2,10 Meter verengt werden, so dass nur noch Autos dort fahren können. Die jeweils linke Spur wird dann durch eine Schranke versperrt, so dass bei Bedarf Busse, Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge dort fahren können.

Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm (Foto: SWR, Volker Wüst)
Ein Neubau der Verbindung über die Donau ist 2024 geplant (Archivbild) Volker Wüst

Die Maßnahme sei mit der Verkehrsbehörde der Stadt Ulm und der Polizei abgesprochen, so die Sprecherin. Ob alle Lastwagenfahrer sich von der Verengung abhalten lassen, bleibe zu hoffen. Auch die Höhenbeschränkung sei oft durchbrochen worden, ein Lkw sei einmal dort stecken geblieben. Es gibt schon heute eine Wendemöglichkeit.

STAND