Thomas Reinhardt gestorben Trauer über frühen Tod des Heidenheimer Landrats

In der Region herrscht große Betroffenheit über den frühen Tod von Landrat Thomas Reinhardt. Er war am Freitag im Alter von 60 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.

Er sei kein Mann der lauten Töne, sondern ein versierter Fachmann mit guten Kontakten gewesen, so würdigte sein Stellvertreter, Peter Polta, den Verstorbenen am Samstag in einem SWR-Interview. Reinhardt habe seinen Standpunkt in der Region, aber auch gegenüber Stuttgart und Berlin deutlich gemacht und so viel für die Region bewegt, so Polta.

Reinhardt hat viel bewirkt für den Kreis

In seiner Amtszeit habe er sich für den Ausbau der Brenzbahn ebenso eingesetzt wie für die Modernisierung des Heidenheimer Klinikums und der Berufsschulen. Auch die Anerkennung der Eiszeithöhlen im Lonetal als Weltkulturerbe und der Archäopark bei Niederstotzingen seien ohne ihn kaum denkbar.

Viel Lob von den Bürgern

In einer Umfrage des SWR äußerten sich Bürger aus dem Landkreis Heidenheim bestürzt über den Tod des Landrats und lobten seine Sachkenntnis.

Dauer

Im Frühjahr hatte Reinhardt mitgeteilt, aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Seine Amtsgeschäfte teilen sich seitdem sein Stellvertreter, der Erste Landesbeamte Peter Polta, und der Heidenheimer Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Am 6. November soll der neue Landrat des Kreises gewählt werden.

Thomas Reinhardt wurde in Ulm geboren. Später studierte er in Freiburg Jura. 2012 wurde er zum Heidenheimer Landrat gewählt. Er hinterlässt eine Frau und zwei Söhne.

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