Häuserfassade, im Vordergrund Schild mit der Aufschrift Landgericht (Foto: SWR, Frank Wiesner)

Raubmord am Eselsberg Ulm: Weitere Prozesse nach Mord am Dreikönigstag

Nach dem Urteil im Prozess um den Raubmord am Ulmer Eselsberg ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Am Mittwoch wurden zwei Täter verurteilt. Ein dritter Tatverdächtiger soll bald vor Gericht stehen.

Ein Tatverdächtiger befindet sich derzeit in Israel in Auslieferungshaft. Die Ulmer Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im nächsten Jahr in Ulm vor Gericht gestellt werden kann. Nach einem vierten mutmaßlich Tatbeteiligten wird noch gesucht.

Lebenslang für Hauptangeklagten

Der Hauptangeklagte im Mordprozess, ein 41-jähriger Mann, wurde am Mittwochnachmittag vom Ulmer Landgericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 41-Jährige für den Tod eines 59-jährigen Mannes am Dreikönigstag 2018 verantwortlich ist. Damals brach der Mann zusammen mit Komplizen in die Wohnung des späteren Opfers ein. Sie schlugen und knebelten den Mann, er starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Dauer

Mit dem Urteil für den Hauptangeklagten folgten die Richter der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte zwei Jahre Haft gefordert und argumentiert, ihr Mandant sei bei der Tat nicht vor Ort gewesen. Sie kündigte inzwischen Revision an.

Wohnhaus am Ulmer Eselsberg (Foto: z-media)
Das Opfer wohnte in Ulm in einem Reihenhaus (Archivbild) z-media

Urteil gegen die Ehefrau fiel milder aus

Mit dem Urteil gegen die mitangeklagte Ehefrau blieben die Richter allerdings deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Ankläger hatten sieben Jahre Haft gefordert.

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