Städte prüfen Konsequenzen Schwertransporter überquert unerlaubt die Ulmer Gänstorbrücke

Erneut hat ein Schwertransporter die Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm unerlaubt passiert. Er hat das zulässige Gesamtgewicht um etwa das Doppelte überschritten, teilte die Stadt Ulm am Montag mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach bereits vergangenen Mittwoch: Das Überwachungssystem der Gänstorbrücke hat Verformungen erkannt, die auf ein viel zu hohes Fahrzeuggewicht hindeuteten. Das System schlug Alarm, die Fahrt wurde von der Überwachungskamera aufgenommen. Der Fahrer ist bekannt.

Autos und Lastwagen fahren über eine Brücke (Foto: SWR, Maren Haring)
Zwei von vier Spuren der Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm mussten vor gut einem Jahr gesperrt werden, weil die Brücke marode ist (Archivbild) Maren Haring

Nach ersten Auswertungen betrug das Gewicht des Schwertransporters 55 bis 60 Tonnen. Bereits im Mai gab es einen ähnlichen Vorfall. Damals überquerte ein 77-Tonner die Brücke und beschädigte sie deutlich. Danach wurde das zulässige Gewicht für Fahrzeuge auf 24 Tonnen gesenkt.

Konsequenzen aus der erneuten Belastung

Aufgrund des erneuten Falls überlegen die Städte nun, eine generelle Sperrung für LKW und eine Höhenbegrenzung einzurichten. Erst vergangene Woche hatte die Stadt Ulm mitgeteilt, ein Alarmsystem einrichten zu wollen, dass die Überfahrt der Brücke für zu schwere Fahrzeuge sperrt.

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