Mehrere Raupen, sogenannte Eichenprozessionsspinner an einem Baum (Foto: SWR)

Schädlingsbekämpfung Ulm und Bayerisch-Schwaben Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

Immer mehr Eichen werden in Bayerisch-Schwaben von dem Schädling befallen. Das Bauamt in Krumbach will nun ein biologisches Mittel gegen den Eichenprozessionsspinner einsetzen.

In den kommenden zwei Wochen soll an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ein Biozid eingesetzt und die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners fortgesetzt werden, heißt es in der Mitteilung des Bauamtes. Eine Fachfirma wird in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen das Biozid versprühen.

Gefahr für Spaziergänger und Radler

Die giftigen Brennhaare der kleinen, haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gefährlich für Menschen und Tiere. Wer mit den Raupen in Kontakt kommt oder die Brennhaare einatmet, kann darauf allergisch reagieren, bis hin zu allergischen Schockreaktionen.

Eine Gesundheitsgefahr bestehe beispielsweise für Spaziergänger oder auch Verkehrsteilnehmer auf Geh- und Radwegen, heißt es.

Biozid gegen Raupenbefall

Das Mittel, das in Bayerisch-Schwaben eingesetzt werden soll, ist ein Biozid (Bacillus thuringiensis), das auch im ökologischen Landbau verwendet wird. Wenn die Raupen die Blätter der behandelten Eichen fressen, nehmen sie den Wirkstoff auf und sterben nach einigen Tagen ab. Schädliche Auswirkungen auf Menschen, die Umwelt und Tiere (Bienen, Käfer, Vögel und andere) würden weitgehend vermieden, heißt es in der Mitteilung.

In Ulm wird Neemöl gesprüht

Die Stadt Ulm will anders vorgehen: Eichenbäume werden bis etwa Mitte Mai mit einem speziellen Öl besprüht. Mitarbeiter der Abteilung Grünflächen werden nach Mitteilung der Stadt werktags zwischen 7 und 17 Uhr ein rein biologisches Mittel gegen den Schädling anwenden. Das Niemöl sei für den Menschen unbedenklich. Auch Insekten wie beispielsweise Bienen schadet das Mittel nicht, so die Stadtverwaltung.

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