Verhandlung vor dem Landgericht Ellwangen Prozess um drei Morde in Sontheim: Angriff im Gerichtssaal

Im Prozess um drei Morde in Sontheim (Kreis Heidenheim) hat es vor dem Landgericht Ellwangen am Dienstag einen Angriff gegeben. Zuvor hatte einer der drei Angeklagten ein Geständnis abgelegt.

Der Angreifer, ein Zuschauer im Prozess, wurde von Justizbeamten überwältigt. Sie unterbanden auch weitere Tumulte im Gerichtssaal. Zuvor hatte einer der angeklagten Söhne seine Tatbeteiligung an zwei Morden gestanden.

So gab er an, dass der Vater den Mord am Lebensgefährten der Schwester im Jahr 2014 angeordnet hatte. Das Opfer habe die Kinder der Schwester misshandelt, nannte er als Motiv.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

2008 soll das Familienoberhaupt seinen damaligen Schwiegersohn getötet haben. Sechs Jahre später dann der Mord am Lebensgefährten der Tochter, zusammen mit einem seiner Söhne. Im Jahr 2019 soll er zusammen mit einem Sohn den Vermieter einer Garage getötet haben.

Ermittlungen kamen 2019 in Gang

Nach der letzten Tat kamen die Ermittlungen in Gang. Der Mord soll aus Habgier geschehen sein. Diesmal wurde das Opfer aber als vermisst gemeldet, weil der Mann nicht zur Arbeit kam.

Menschen in einem Gerichtsraum, sitzend der Angeklagte, der sich ein Stück Papier vor das Gesicht hält (Foto: SWR, Hendrik Zorn)
Einer der drei Angeklagten im Prozess um den Dreifachmord vor dem Landgericht Ellwangen Hendrik Zorn

Leichen verschwunden, nur Leichenteile gefunden

Die Opfer wurden laut Anklage erwürgt oder erdrosselt, zwei der Leichen zerlegt und verscharrt. Die Ermittlungen gestalteten sich in allen Fällen schwierig, weil die Leichen verschwunden sind oder nur Leichenteile gefunden wurden. Zudem sollen Leichenteile auch in Sizilien entsorgt worden sein.

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