Prozess vor dem Ulmer Landgericht "Urspring-Mörder" in Klinik eingewiesen

Im "Urspring-Prozess" ist der Angeklagte vom Landgericht Ulm auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Der Mann sei eine Gefahr für die Allgemeinheit, so das Gericht.

Nach Auffassung des Gerichts leidet der Mann unter einer paranoiden Psychose und unter Wahnvorstellungen. Der 30-Jährige war angeklagt, weil er fremde Menschen angegriffen hatte. Einen Fußgänger schlug er nieder, einen Fahrradfahrer vom Rad, einen Schulleiter stieß er vom Stuhl. Auch auf einen Boxtrainer hat er eingeprügelt - alles an einem Tag innerhalb von zwei Stunden.

Ein Justizbeamter nimmt im Gerichtssaal dem Angeklagten "Urspring-Mörder" die Handfesseln ab (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Burmeister/dpa)
Der Angeklagte im "Urspring-Prozess" ist auf unbestimmte Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. picture alliance/Thomas Burmeister/dpa

Elf Monate Gefängnis

Außerdem drohte er einen Zeugen aus dem ersten Prozess gegen ihn umzubringen. Deswegen - und wegen Sachbeschädigung - wurde der 30-Jährige zu elf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Bereits als Jugendlicher war der Mann wegen Mordes an einem Mitschüler in der Urspringschule bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) verurteilt worden. Die Strafe dafür hatte er verbüßt.

Der Prozess hatte zum Schutz des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Der Eingangsbereich der Internatsschule Urspring bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) am Mittwoch (17.05.2006) (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk, Stefan Puchner)
Als Jugendlicher war der Angeklagte wegen Mordes an einem Mitschüler in der Urspringschule bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) verurteilt worden (Archivbild) dpa Bildfunk, Stefan Puchner
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