Pressekonferenz auf der Donau "Uns fehlt das Geld" - Hochschulrektoren schlagen Alarm

Ein ungewöhnlicher Ort für eine Pressekonferenz: ein Schiff auf der Donau. An Bord saßen Vertreter von Hochschulen mit der Botschaft: "Uns fehlt für die Zukunft das Geld. Damit sitzen wir in einem Boot".

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW, früher: Fachhochschulen) in Baden-Württemberg und Bayern schlagen gemeinsam Alarm, und das an einem symbolträchtigen Ort: auf der Donau zwischen Ulm und Neu-Ulm, die die Grenze beider Bundesländer markiert.

Dabei ist das Ausbildungsmodell der Hochschulen eigentlich ein Erfolg. Mit dem Hochschulprogramm 2012 seien die Studienplatzkapazitäten stark ausgebaut worden. "Dieser Ausbau war allerdings nur teilweise finanziert", sagt der Rektor der Technischen Hochschule Ulm, Volker Reuter.

Hochschulrektoren halten auf einem Schiff auf der Donau eine Pressekonferenz ab (Foto: SWR, Vivian Bux)
"Uns fehlt für die Zukunft das Geld. Damit sitzen wir in einem Boot", so die Botschaft der Hochschulrektoren Vivian Bux

Die Hochschulen sind Opfer ihres eigenen Erfolges geworden. Denn in den vergangenen Jahren haben sie viele neue Studierende und Studienfächer bekommen. Das gilt auch für die Hochschule Aalen. Dort freut sich Hochschulrektor Gerhard Schneider zwar über viele schöne neue Gebäude, aber nicht in gleichem Maße über mehr Geld. Im Vergleich zum Jahr 2007 sei die Finanzierung pro Studierendem sogar um 1.000 Euro zurückgegangen, rechnet er vor, trotz deutlich gestiegener Aufgaben.

Das Geld für die Hochschulen kommt von den Ländern. Entsprechend richtet sich der Protest an zwei Adressaten: Die Landesregierungen in Stuttgart und in München. Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Bastian Kaiser, sieht die identische und problematische Situation: "In beiden Ländern steht gerade die Frage an: Wie finanzieren wir Hochschulen auskömmlich? Und da machen wir uns in beiden Ländern Sorgen."

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