Keine absolute Mehrheit Oberbürgermeisterwahl in Ellwangen: Zweiter Wahlgang nötig

Die Wähler in Ellwangen müssen in drei Wochen noch einmal an die Urnen: Bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag erreichte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit.

Michael Dambacher schrammte nur knapp an den erforderlichen 50 Prozent vorbei. Er kam auf 49,4 Prozent der Stimmen. Der 39-jährige Michael Dambacher wird von der CDU und den Freien Wählern unterstützt und ist derzeit Bürgermeister von Bühlertann (Kreis Schwäbisch Hall).

Michael Dambacher, Oberbürgermeister-Kandidat Ellwangen (Foto: privat)
Michael Dambacher erreichte 49,4 Prozent der Stimmen bei der Ellwanger OB-Wahl privat

Renschler und Heidrich mit deutlichem Rückstand

Der 50-jährige Rechtsanwalt Matthias Renschler ging ebenfalls ins Rennen und holte mit 28,2 Prozent das zweitbeste Ergebnis. Er ist FDP-Mitglied, wird aber von der SPD und den Grünen unterstützt.

Matthias Renschler, Oberbürgermeister-Kandidat Ellwangen (Foto: Ursula Maier)
Matthias Renschler kam auf 28,2 Prozent... Ursula Maier

Sabine Heidrich (parteilos) bekam 22,3 Prozent. Die 48-Jährige ist momentan Bürgermeisterin von Neuler (Ostalbkreis). Sie war bis 2018 Kämmerin der Stadt Ellwangen unter Oberbürgermeister Hilsenbek.

Sabine Heidrich, Oberbürgermeister-Kandidatin Ellwangen (Foto: Angelika Theurer-Lutz)
...Sabine Heidrich auf 22,3 Prozent. Angelika Theurer-Lutz

Amtsinhaber Karl Hilsenbek (parteilos), der die Große Kreisstadt im Ostalbkreis seit 2003 regiert, kandidiert nicht wieder. Hilsenbek will weiter für Ellwangen als Fraktionschef der Freien Wähler Kreispolitik machen.

Von den mehr als 19.000 Wahlberechtigten gaben rund 62 Prozent ihre Stimme ab.

Die Kandidaten für den Chefposten in Ellwangen: Michael Dambacher, Sabine Heidrich und Matthias Renschler (v.l.n.r.) sowie der amtierende Oberbürgermeister Karl Hilsenbek (r.) (Foto: SWR, Hendrik Zorn)
Die Kandidaten für den Chefposten in Ellwangen: Michael Dambacher, Sabine Heidrich und Matthias Renschler (v.l.n.r.) sowie der amtierende Oberbürgermeister Karl Hilsenbek (r.) Hendrik Zorn

Landesgartenschau 2026 in Ellwangen

Erforderlich ist die absolute Stimmenmehrheit. Wird sie nicht erreicht, muss am 16. Juni eine Neuwahl stattfinden - dafür könnten sich dann auch wieder andere Kandidaten bewerben. Eine der absehbaren ersten Aufgaben im OB-Amt wird darin bestehen, sich gründlich in das Konzept für die Landesgartenschau einzuarbeiten, die Ellwangen im Jahr 2026 ausrichten soll. Unter anderem müssen dafür erhebliche Investitionen geplant und finanziert werden.

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