Neue Verkehrsregeln sollen ab Ende 2020 gelten Parken auf Ulmer Gehwegen wird teuer

In 50 Straßen in Ulmer Wohngebieten fallen ab Ende 2020 Parkplätze weg. Der Grund ist eine Entscheidung des Petitionsausschusses des Landtages. Es geht um die Rechte der Fußgänger.

Das Parken mit zwei Rädern auf Geh- und Radwegen wurde bisher in einigen Straßenzügen in Ulm toleriert. Damit müsse nach der Anordnung des Stuttgarter Verkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums Tübingen nun Schluss sein, hieß es aus dem Bauausschuss des Ulmer Gemeinderates. Auch weil Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollatoren nicht mehr durchkommen, wenn auf dort Autos stehen, hieß es. Wenn sie auf die Straße ausweichen müssen, werde es zur Gefahr.

Parken kann teuer werden

Viele Autofahrer hatten in der Vergangenheit nach längerer Parkplatzsuche ihr Fahrzeug häufig entnervt irgendwo abgestellt. Auf Falschparker kommen laut Ulmer Stadtverwaltung künftig Knöllchen zwischen 20 und 35 Euro zu. Man rechne mit emotionalen Diskussionen, so Baubürgermeister Tim von Winning. Michael Jung von der Verkehrsabteilung der Stadt rechnet bei der Umsetzung mit einer Mammutaufgabe.

Neue Parkregeln Ende 2020

Nur in Bereichen, in denen das Verbot mit Schildern aufgehoben ist, dürfe auf Geh- und Radwegen geparkt werden. Um wieder neue Parkplätze zu schaffen, müssten Gehwege in Parkstreifen umgewandelt oder verkehrsberuhigte Zonen geschaffen werden. Die neuen Parkregeln sollen Ende kommenden Jahres umgesetzt werden.

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