Neue B29-Umfahrung Mögglinger Ortsumfahrung sorgt für Ärger

Jahrzehntelang haben die Mögglinger für eine Ortsumfahrung gekämpft. Im April wurde sie eingeweiht. Nun fühlen sich Bürger durch den Verkehrslärm auf der neuen Straße belästigt.

Am Freitagabend hat sich ein Aktionsbündnis gegründet. Nach Angaben der Initiative fühlen sich viele Menschen aus Mögglingen (Ostalbkreis), aber auch in Böbingen und Heubach vom Verkehrslärm auf der neuen B29-Umfahrung gestört.

Blitzer sollen Geschwindigkeit kontrollieren

Das Bündnis hat bereits Unterschriften von rund 500 Unterstützern gesammelt. Es will dafür kämpfen, dass die momentane Höchstgeschwindigkeit auf der Mögglinger Umgehungsstraße von 120 Kilometern pro Stunde mit Blitzanlagen kontrolliert wird. Noch besser wäre, die Höchstgeschwindigkeit zu senken, so der Wunsch.

Es gebe noch weitere Ideen, um den Verkehrslärm zu verringern. So könnten beispielsweise die bestehenden Lärmschutzwände erhöht werden, auch über den Straßenbelag sollte nachgedacht werden, finden die Aktivisten.

eine vierspurige Straße und Hinweisschild auf eine Ausfahrt (Foto: Gemeinde Mögglingen)
Kurz vor der Freigabe im April: Da war die neugebaute Umfahrung der B29 noch ohne Autos Gemeinde Mögglingen

Bevor es die neue Mögglinger Ortsumfahrung gab, fuhren jeden Tag rund 25.000 Fahrzeuge mitten durch den Ort. Lärm, Abgase und gefährliche Situationen für Fußgänger und Radfahrer gehörten zum Alltag der Bürgerinnen und Bürger.

Richtig heftig wurde es, als die Autobahnmaut kam und immer mehr Schwerlaster auf kleinere Straßen auswichen. Nach jahrzehntelangen Planungen wurde schließlich die Umgehungsstraße gebaut und im April 2019 eingeweiht. Der Neubau hat rund 120 Millionen Euro gekostet.

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