Tagung der Militärärzte in Neu-Ulm Einsatztraining für Notfälle geprobt

Wie können verwundete Soldaten, aber auch Zivilisten bei Militäreinsätzen oder nach Terroranschlägen optimal versorgt werden - darum ging es bei dieser Tagung im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus.

Die zweitägige Tagung diente vor allem dem Erfahrungsaustausch von Medizinern, Sanitätern und auch zivilen Rettungskräften. Dabei wurden schon am ersten Tag Ereignisse aus jüngster Zeit ausgewertet wie die Amokfahrt in Münster, bei der vier Menschen starben und mehr als 20 schwer verletzt wurden. Ein 48-jähriger Mann war Anfang April 2018 im Zentrum der Stadt mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast.

Militärärzte stehen vor einem Dummy beim CMC-Kongress in Neu-Ulm (Foto: Thomas Warnack)
Übungen für den Ernstfall beim CMC-Kongress in Neu-Ulm Thomas Warnack

Lernen aus praktischen Beispielen

An solchen Beispielen und aus Erfahrungen aus aktuellen Militäreinsätzen wie in Afghanistan haben die Ärzte und Sanitäter diskutiert, wie die medizinische Versorgung unter extremen Bedingungen funktioniert. Rund 1.300 Militärärzte und Pharmazeuten aus 30 Nationen nahmen an der CMC-Konferenz teil. CMC ist das Kürzel für "Combat Medical Care", was übersetzt "Kampfmedizinische Versorgung" bedeutet.

Treffen für Militärärzte und Pharmazeuten bei der CMC-Conference in Ulm (Foto: SWR)
Aus 30 Nationen sind Militärärzte und Pharmazeuten zur CMC-Conference an die Donau gereist.

Bundeswehrkrankenhaus Ulm unterstützt die Tagung


Das Bundeswehrkrankenhaus Ulm und das Ausbildunsgzentrum für spezielle Operationen unterstützten mit praktischen Workshops die Tagung. Ziel war es auch, Richtlinien für die Versorgung von Verletzten und für die Aus- und Weiterbildungen von Ärzten, Sanitätern, aber auch von Polizisten, Feuerwehrleuten und zivilen Rettungskräften zu erarbeiten.

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