Nachfolger für Drogeriemarktkette Österreichischer Manager leitet ab Juni Ulmer Drogerie-Müller

Im November wurde es bekannt, jetzt ist es bestätigt worden: Ein Aldimanager soll künftig das Drogeriemarkt-Imperium Müller mit Sitz in Ulm leiten. Der neue Mann soll bald einsteigen.

Der 86-jährige Ulmer Drogerieunternehmer Erwin Müller hat jetzt offenbar erfolgreich seine Nachfolge an der Konzernspitze geregelt. Der 40-jährige Manager Günther Helm war bis Ende November Chef bei der österreichischen Aldi-Tochter Hofer. Nach 15 Jahren hat er das Unternehmen verlassen, um im Juni den Vorsitz bei der Drogeriekette Müller zu übernehmen.

In Anzug und Krawatte sitzt Günther Helm an einem Schreibtisch (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Günther Helm wird ab Juni neuer Chef der Drogeriemarktkette Müller mit Sitz in Ulm Picture Alliance

Bisher Chef bei österreichischer Aldi-Tochter

Das bestätigte Helm jetzt dem österreichischen Magazin "Trend". Müller werde sich "fast vollständig" aus dem Management zurückziehen, heißt es dort. Er werde sich nur noch um kleinere Bereiche wie Logistik und Ladenbau kümmern.

Günther Helm ist verheiratet, wohnt in Linz und gehört zu den bekanntesten Handelsmanagern Österreichs. Er studierte Jura in Linz und Cambridge. Nach seiner Promotion fing er als Regionalverkaufsleiter bei Hofer an und stieg nach verschiedenen Stationen in Österreich und der Schweiz innerhalb nur weniger Jahre zum Geschäftsführer auf.

Mehrere potentielle Nachfolger scheiterten

Erwin Müller hat bereits mehrere Anläufe unternommen, einen Nachfolger für sein Unternehmen zu finden. Einige Manager kündigten oder wurden entlassen. Für die jetzt geplante Nachfolge gründete er laut Medienberichten eine Stiftung mit Sitz in Österreich.

Collage aus Logo und Kaufhaus Drogerie Müller, rechts Firmengründer und Chef Erwin Müller (Foto: dpa Bildfunk, SWR, Picture Alliance)
Erwin Müller will die Leitung seiner Drogeriemarktkette dem österreichischen Manager Günther Helm übertragen Picture Alliance

Seinen Sohn, der in Ulm ein großes Schießzentrum betreibt, bezahlte er aus. Müller gründete den Drogeriemarkt 1953. Er ist allein verantwortlich für ein Unternehmen, das heute knapp 850 Filialen und 35.000 Beschäftigte hat. Der Umsatz liegt bei knapp vier Milliarden Euro. Gegenüber der Öffentlichkeit äußert er sich kaum. So gab es auch jetzt keinen Kommentar zur Nachfolgeregelung.

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