Nach Ermordung von Studentinnen in Marokko Weitere Postkarten mit Gewaltdarstellung in Ulm aufgetaucht

Die Postkarten zeigen auf der Vorderseite extreme Gewalt, außerdem wollen sie offenbar suggerieren, dass Bundeskanzlerin Merkel die Absenderin ist. Solche Karten kursieren derzeit in Ulm.

Die Karten zeigen zum Teil drastische Bilder von zwei jungen Frauen, die Mitte Dezember in Marokko ermordet wurden. Die Karte will suggerieren, dass Bundeskanzlerin Merkel die Absenderin ist. Mehr als 30 Ulmer Bürger haben sich inzwischen gemeldet, weil sie eine solche Postkarte im Briefkasten hatten.

Postkarten-Versender unklar

Auf der Vorderseite der Postkarte wird unter Portraitfotos von zwei jungen, lachenden Frauen ein Bildausschnitt mit zwei abgetrennten Köpfen gezeigt. Auf der Rückseite heißt es im Text unter anderem: "Sehen Maren und Luisa nicht süß aus? Leider sind sie tot...". Als vermeintliche Unterschrift verwenden die Absender "Mutti" und den Satz "Ich hab' Euch lieb, aber die Mörder hab' ich einfach lieber!" Anstelle der Briefmarke ist ein Bild von Bundeskanzlerin Angela Merkel gedruckt.

Collage aus einer Karte, auf der als Briefmarke Angela Merkel zu sehen ist (Foto: SWR, Collage: Petra Volz)
Derartige Karten mit Gewaltdarstellungen auf der Rückseite kursieren derzeit im Ulmer Stadtgebiet Collage: Petra Volz

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Karten persönlich eingeworfen wurden und an noch mehr Menschen verschickt oder verteilt wurden. Es sei noch unklar, wer hinter der Aktion stecken könnte, hieß es weiter. Die Polizei prüft, ob das Verteilen der Postkarten wegen der dort abgebildeten Gewalt eine Straftat ist.

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