Maßnahmen für den Klimaschutz Kein "Klimanotstand" - Aalen will dennoch handeln

Die Stadt Aalen wird keinen "Klimanotstand" ausrufen. Stattdessen soll unter dem Titel „Nachhaltigkeit (er)leben“ ein Handlungsprogramm in den Gemeinderat eingebracht werden.

Das bisherige Stadtentwicklungsprogramm soll um das Thema Nachhaltigkeit erweitert werden, sagte am Montag Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler. In Aalen sei erst vergangene Woche das Fern- und Nahwärmenetz neu ausgerichtet worden. Das Wärmewerk 3 spare jährlich 6.000 Tonnen CO2 ein, so Rentschler.

Aussenansicht Rathaus in Aalen, davor sind viele Blumen (Foto: Pressestelle, Stadt Aalen)
Das Rathaus in Aalen (Archivbild) Pressestelle Stadt Aalen

Es stünden außerdem große Aufgaben an, eine umweltfreundliche Mobilität zu erreichen. In diesem Zusammenhang gebe es den Gedanken, ein Umweltticket einzuführen. Das stünde allen Bürgern für einen Euro pro Tag zur Verfügung.

Immer mehr Städte rufen den "Klimanotstand" aus

In den vergangenen Wochen hatten immer mehr Städte den so genannten Klimanotstand ausgerufen, als erste Stadt Konstanz. In Baden-Württemberg folgten Heidelberg, Bühl, Karlsruhe und Radolfzell. Die Städte wollen so Druck für mehr Umwelt- und Klimaschutz aufbauen.

Eine Frau fotografiert den österlich geschmückten Brunnen in der Aalener Innenstadt (Foto: SWR, Frank Polifke)
In Aalen könnte es zum Beispiel ein Umweltticket für den ÖPNV geben (Archivbild) Frank Polifke

Schwäbisch Gmünd lehnte den Antrag auf einen "Klimanotstand" ebenfalls ab

Aalen ist allerdings nicht die einzige Stadt in der Region, die einen Antrag zur Ausrufung des "Klimanotstandes" abgelehnt hat. In Schwäbisch Gmünd hatte der Gemeinderat im Juni einen entsprechenden Antrag der Linke-Fraktion abgelehnt. Der Klimanotstand wäre ein politischer Appell gewesen und hätte bedeutet, dass bei sämtlichen städtischen Maßnahmen die Auswirkungen auf den Umwelt- und Artenschutz berücksichtigt werden müssen.

Einig war sich der Gmünder Gemeinderat damals, die Anstrengungen für den Klimaschutz dennoch zu erhöhen; zum Beispiel durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen, Radwegen und der E-Mobilität.

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