Mit Polizeiaufklebern verschlossene, hölzerne Haustür (Foto: SWR, Maja Nötzel)

Tötungsdelikt im Alb-Donau-Kreis Polizei geht Hinweisen nach

Im Fall der getöteten Frau in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) geht die Polizei derzeit Hinweisen mehrerer Zeugen nach. Mittlerweile liegt auch das Ergebnis der Obduktion vor.

Aus dem Obduktionsbericht gehe hervor, dass die 30-jährige Mutter von drei Mädchen in der Nacht von 2. auf 3. November getötet wurde. Mehr wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Allerdings seien inzwischen mehrere Hinweise von Zeugen eingegangen, diese Aussagen würden nun überprüft. Die Beamten versprechen sich weitere Anhaltspunkte zum Tathergang und zum Tatverdächtigen.

40-Jähriger in Untersuchungshaft

Seit dem Abend des 3. Novembers sitzt ein 40-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Nach SWR-Recherchen handelt es sich dabei um den Ehemann der Getöteten, das hat die Polizei bislang jedoch nicht bestätigt. Keine Auskunft gibt es auch auf die Frage, ob sich der Verdächtige zur Tat geäußert hat. Er stamme aus dem Umfeld der Getöteten, so ein Polizeisprecher.

Mit Rollstuhl unterwegs

Der Tatverdächtige sei am 2. November kurz nach 18 Uhr mit dem Bus in Suppingen eingetroffen. Den Rollstuhl habe er dabei gehabt. Er sei entweder darin gesessen, habe ihn vor sich hergeschoben oder sei an Krücken gegangen, hieß es weiter. Wie er nach der Tat nach Laichingen zurückkam, ist im Moment noch unklar

Ermittler vor Haus in Laichingen (Foto: picture-alliance / dpa)
Spurensuche am Tatort in Laichingen-Suppingen

Suche nach blutiger Kleidung

Zudem sucht die Polizei weitere Gegenstände, die Hinweise auf den Täter geben könnten. Beispielsweise blutige Kleidung oder sonstige Gegenstände, möglicherweise mit Blutspuren daran, die der Täter weggeworfen haben könnte.

Vater fand Leiche

Die Frau war am Morgen des 3. November von ihrem Vater tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden, nachdem sie nicht bei ihrer Arbeit auf dem Laichinger Wochenmarkt erschienen war. Die Kinder der 30-Jährigen waren zur Tatzeit nicht im Haus.

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