Zwei Polizisten in schwerer Montur geben sich an einer Hauswand gegenseitig Deckung (Foto: z-media / Ralf Zwiebler)

Katastrophenschutzübung Simulierter Ausnahmezustand im Kreis Neu-Ulm

Hunderte Einsatzkräfte probten am Samstag im Kreis Neu-Ulm den Ernstfall. Das Szenario: ein bewaffneter Täter schießt in der Ratiopharm-Arena auf Menschen.

An der Übung waren Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz beteiligt. Neben der Reaktionsfähigkeit der Teilnehmer sollte auch die Kommunikation untereinander getestet werden. Das habe soweit gut funktioniert, so ein Polizeisprecher. Die genaue Auswertung werde allerdings noch dauern.

So realistisch wie möglich

Die Übung lief so ab: Zuerst ging ein Alarm über die Brandschutzanlage der Ratiopharm-Arena bei der Feuerwehr ein. Nach und nach wurde den Rettungskräften mitgeteilt, dass mehr dahinter steckt und ein bewaffneter Mann um sich schießt. Die Polizei musste dann entsprechend reagieren. Notärzte versorgten anschließend die simulierten Opfer. Koordiniert wurde alles im Lagezentrum im Landratsamt Neu-Ulm.

Mitarbeiter der Rettungsdienste sitzen vor Bildschirmen im Lagezentrum der Polizei (Foto: z-media / Ralf Zwiebler)
Hier liefen die Fäden zusammen. Das Lagezentrum im Keller des Neu-Ulmer Landratsamtes. z-media / Ralf Zwiebler

Später am Samstag wurden dann noch in der Gegend um Kellmünz, Weiler und Osterberg ein Verkehrsunfall und ein Stromausfall simuliert. Eine Übung in dieser Dimension muss entsprechend dem bayerischen Katastrophenschutzgesetz alle sechs Jahre stattfinden.

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