Innenminister Strobl vor dem Innenausschuss Togoer sollte schon im Februar abgeschoben werden

Der Flüchtling aus Togo, der am Dienstag nach Italien überführt wurde, sollte schon früher abgeschoben werden. Laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) scheiterte die Abschiebung allerdings.

Der 23-Jährige aus Togo sollte bereits am 22. Februar in einem Flugzeug nach Italien gebracht werden. Er habe sich allerdings geweigert, in Frankfurt in die Maschine zu steigen, sagte Strobl am Mittwoch vor dem Innenausschuss des Landtags. Daraufhin wurde der Mann zurück in die Landeserstaufnahmestelle nach Ellwangen gebracht. Er sollte im März in Abschiebehaft kommen, dort sei aber kein Platz gewesen.

SPD-Innenexperte Sascha Binder zeigte sich verwundert darüber, dass die Abschiebung im Februar nicht durchgesetzt werden konnte und der Mann nicht unmittelbar nach dem Vorfall in Abschiebehaft genommen wurde.

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg (Foto: picture-alliance / dpa, Sebastian Gollnow)
Der Flüchtling sollte bereits im Februar abgeschoben werden, so Innenminister Strobl (CDU) (Archivbild) Sebastian Gollnow

Am 30. April scheiterte der erneute Abschiebeversuch dann am Widerstand anderer Flüchtlinge in der Ellwanger Unterkunft. Am 3. Mai gab es einen Großeinsatz der Polizei in Ellwangen, bei dem der Mann schließlich gefasst und am Dienstag nach Italien gebracht wurde.

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