Initiative von Illertissen, Altenstadt, Kellmünz und Weißenhorn Zäher Weg zu Tempo 120 auf der A7

Eine Autobahn vor der Haustür - das ist Fluch und Segen zugleich: Die Verkehrsanbindung ist perfekt, aber der Lärm zerrt an den Nerven. Mehrere Kommunen entlang der A7 fordern deshalb Tempo 120.

Im September will die Stadt Illertissen ein Planungsbüro beauftragen: Lärmmessungen entlang der A7 sollen die Belastung der Anwohner in Zahlen fassen. Außerdem soll erfasst werden, welche Lärmminderung ein Tempolimit mit sich bringen würde.

Ein Verkehrsschild an der Autobahn (Foto: dpa Bildfunk, dpa)
Illertissens Bürgermeister weiß: Der Weg bis zum Tempolimit ist lang (Sujetbild) dpa

Nur wenn ein Antrag bei der zuständigen Autobahndirektion wirklich mit wissenschaftlichen Daten unterfüttert ist, habe er überhaupt Aussicht auf Erfolg, sagt der Bürgermeister von Illertissen, Jürgen Eisen. Federführend bei der Stadt sei Illertissens Klimaschutzmanager. Auch die Nachbarkommunen Altenstadt und Kellmünz setzen sich für ein Tempolimit auf der A7 ein, jüngst hat sich auch Weißenhorn der Initiative angeschlossen.

Weniger Lärm, weniger Unfälle?

Man wolle konkret zeigen, welche Auswirkungen ein Tempolimit auf die Lebensqualität der Einwohner habe, so Eisen weiter. Dabei gehe es nicht nur um das Thema Lärm, sondern auch um die Verkehrssicherheit. Sollte Tempo 120 irgendwann kommen, hofft man auch auf eine Reduzierung der Unfallhäufigkeit.

Auch Gegner des Tempolimits

Nicht alle Bürgerinnen und Bürger stehen hinter der Initiative für ein Tempolimit, erzählt Jürgen Eisen. Auch im Stadtrat gebe es die Befürworter von "Freier Fahrt für freie Bürger". Aber die Mehrheit des Stadtrates sei für ein Tempolimit.

"Ob das bei 120 oder 130 liegt, das wird die Sache zeigen. Aber toll wär's, wenn wir zumindest Erfolg hätten. Aber wir wissen auch, dass es schwierig ist."

Jürgen Eisen, Bürgermeister von Illertissen
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