Einsatz über Eichenwäldern Sprühaktion gegen Prozessionsspinner im Ostalbkreis

Im Ostalbkreis ist ein eintägiger Hubschraubereinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner geplant. Fast alle Eichen im Kreis seien gefährdet, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit.


Den Eichen im Ostalbkreis drohe der Tod, falls nicht gegen den Prozessionsspinner vorgegangen werde, warnen Vertreter des Landratsamtes. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg habe den Einsatz ebenfalls als notwendig bezeichnet. Der Eichenprozessionsspinner ist doppelt schädlich: Bei Menschen können die Härchen der Raupen schmerzhafte Hautreizungen und Allergien auslösen. Die Eichen selbst werden durch die Prozessionsspinner geschwächt, dadurch ist der Weg für andere Schädlinge frei.

Dauer

Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

Insgesamt 260 Hektar Landes-, Kommunal- und Privatwald im Raum Aalen, Bopfingen und Unterschneidheim werden an einem Tag ab Mitte Mai vom Hubschrauber aus mit einem biologischen und für Menschen ungefährlichen Pflanzenschutzmittel besprüht.

Hubschraubereinsatz mit Schädlingsbekämpfungsmitteln (Foto: Pressestelle, Landratsamt Ostalbkreis)
Hubschraubereinsatz mit Schädlingsbekämpfungsmitteln gegen die Eichenprozessionsspinner (Archivbild) Pressestelle Landratsamt Ostalbkreis

Naturschutzverbände hätten die Aktion anfangs kritisiert, seien mit dem sehr präzise geplanten Einsatz aber letztlich einverstanden, hieß es dazu weiter. Die Nachbarkreise planten derzeit nichts Vergleichbares, im benachbarten Bayern beobachte man die Aktion aber mit Interesse.

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