Erörterung der Pläne für den Ausbau der A8 Vorschlag aus Laichingen: Radweg über Drackensteiner Hang?

Die Pläne für den Ausbau der A8 am Albaufstieg wurden am Donnerstag in Gruibingen erörtert. Ein überraschender Vorschlag für die Nutzung der alten Strecke über den Drackensteiner Hang kommt aus Laichingen.

Radweg als Touristenattraktion?

Der zweite stellvertretende Bürgermeister der Stadt Laichingen, Bernhard Schweizer (Freie Wähler), äußerte eine Idee für die Nutzung der bisherigen Albabstiegsstrecke am Drackensteiner Hang: Hier könnte ein spektakulärer Radweg entstehen, sagte er dem SWR:

"Der derzeitige Albabstieg ist natürlich geradezu prädestiniert, um in eine gemeinsame und eine geschlossene Radkonzeption mit eingebaut zu werden. Aufgrund der jetzt bestehenden Situation und der baldigen Eröffnung des Bahnhaltes Merklingen und der damit einhergehenden Möglichkeiten für die touristische Erschließung zusammen mit dem Fahrradboom, die E-Bikes, wäre es geradezu ein Schildbürgerstreich, wenn man die bestehende Strecke ganz zurückbauen würde."

Bernhard Schweizer, zweiter stellvertretender Bürgermeister von Laichingen

Die Chancen für einen Ausbau der Altstrecke für Fahrräder hält Schweizer dann für gut, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Der Bahnhalt Merklingen zeige, dass derartige Projekte und Vorstöße realistische Chancen haben, wenn ein gemeinsamer Wille formuliert werde.

Hügelige Landschaft mit Betonbrücke (Foto: Regierungspräsidium Stuttgart)
So könnte der zukünftige Albaufstieg aussehen. Eine Computergrafik des Regierungspräsidiums Stuttgart Regierungspräsidium Stuttgart

Die Idee eines Radweges auf dem Drackensteiner Hang könnte in die Planung für den Ausbau der A8 und die Nutzung der alten Fahrbahn einfließen. Insgesamt jedoch werden die Pläne des Regierungspräsdiums kontrovers diskutiert.

Mehrere Tausend Einwendungen

In den insgesamt 3.000 Einwendungen, die beim Regierungspräsidium Stuttgart eingegangen sind, werden die geplante Streckenführung und der Lärmschutz kritisiert. So tritt eine Bürgerinitiative für eine alternative Streckenführung ein, die sich anders als der geplante Neubau weitgehend an der vorhandenen Straße orientiert. Am Donnerstagvormittag ist eine Anhörung zum Thema in Gruibingen geplant.

Protest gegen Pläne für Anschlussstelle Hohenstadt

Besonders ärgerlich aus Sicht der anliegenden Kommunen im Alb-Donau-Kreis sind die Pläne des Regierungspräsidiums Stuttgart für die Ansschlussstelle Hohenstadt. Diese soll nur noch von einer Seite der A8 befahrbar sein. Es ist die Zufahrt auf die Autobahn in Richtung Ulm und München.

Für die Gegenrichtung, also in Richtung Stuttgart soll es allerdings keine Auffahrt geben. Menschen aus der Region, die Richtung Stuttgart wollen, müssten also bis zur Auffahrt Merklingen fahren, um die A8 zu erreichen.

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