Messreihe an sechs Schulen Weiter hohe Radonbelastung an Heidenheimer Gymnasium

Vor einigen Jahren haben Schüler des Hellenstein-Gymnasiums im Rahmen eines Forschungsprojektes hohe Radon-Werte gemessen. Regelmäßige Messungen haben das Ergebnis jetzt bestätigt.

Die Messungen an 17 Stellen über mehrere Monate hinweg haben weiterhin erhöhte Werte des Gases Radon ergeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, lag der Wert bei einer Messung bei 900 Becquerel pro Kubikmeter Luft und damit dreimal höher als der Richtwert von 300 Becquerel. Die Stadt will den Wert durch den Einbau einer neuen Lüftungsanlage senken.

Radon-Messungen in einem Keller (Foto: SWR)
Radon-Messungen in einem Keller (Sujetbild)

Messungen an sechs Schulen

Insgesamt wurde an sechs Heidenheimer Schulen die Raumluft auf Radon hin überprüft, nachdem vor drei Jahren Schüler am Hellenstein-Gymnasium bei einer Übung im Unterricht einen erhöhten Wert festgestellt hatten.

Gefahr aus dem Boden

Gemessen wurde in Unterrichts- oder Werkräumen im Untergeschoss. Das radioaktive, krebserregende Edelgas Radon tritt aus dem Gestein unter den Gebäuden aus, gelangt durch Ritze in die Räume und kann sich dort anreichern.

In der Silcherschule und in der Eugen-Gaus-Realschule lagen die Radon-Werte ebenfalls über den Grenzwerten, allerdings nur leicht. Sie sollen durch regelmäßiges Lüften gesenkt werden.

Drei Schulen mit geringer Radon-Belastung

Für die drei weiteren untersuchten Schulen (Schulverbund im Heckental, Schillergymnasium, Hirscheckschule) gab die Stadt Heidenheim Entwarnung. Dort lagen die Messwerte weit unterhalb des Richtwertes.

Krebserregendes Edelgas

Das Bundesamt für Strahlenschutz bezeichnet Radon als einen der wichtigsten Krebsrisikofaktoren in Innenräumen. Die Belastung der Raumluft sollte nach Ansicht der Behörde so gering wie möglich gehalten werden.

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