Grabungsleiter informiert Tausende Kelten lebten am Rosenstein

Dass am Berg Rosenstein bei Heubach (Ostalbkreis) früher die Kelten gelebt haben, ist schon lange bekannt. Aber es waren viel mehr als gedacht. Das haben Forscher nun herausgefunden.

Vier Jahre haben Archäologen die Überreste der Kelten rund um den Rosenstein bei Heubach untersucht. Er gilt als Brennpunkt keltischer Landesgeschichte. Wie der Grabungsleiter Christian Bollacher dem SWR sagte, haben dort tausende Menschen gelebt.

Bronzefibeln entdeckt bei Grabungen am Rosenstein (Foto: LAD, Yvonne Mühleis)
Fragmente zweier keltischer Bronzefibeln, die am Rosenstein gefunden wurden. LAD, Yvonne Mühleis

Größer als gedacht

Die Befestigungsanlagen sind Bollacher zufolge größer und mächtiger als gedacht. Sie entsprechen demnach einer Fläche von gut 200 Fußballfeldern und sind mehr als zwei Kilometer lang. Die Archäologen seien außerdem einem neuen keltischen Baustoff auf die Spur gekommen

Neuer Baustoff entdeckt

Beim Graben im noch erhaltenen Damm sei eine auffällig weiße Kalkschicht entdeckt worden. Ein Baustoff, der an den Quellen in den Tälern abgebaut werden musste. Dort tritt das Karstwasser aus. Der Kalk wurde dann in einer schotterartigen Form hochgebracht.

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