Gleisbauarbeiten für Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Ulmer Hauptbahnhof bald für Fernverkehr gesperrt

Ab Ende November wird es hart für Bahnreisende in Ulm: Drei Wochen lang fährt der Fernverkehr den Hauptbahnhof nicht an. Grund sind Arbeiten an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.

Großbaustelle am Ulmer Hauptbahnhof, im Hintergrund die neue Straßenbahnbrücke  (Foto: SWR, Maja Nötzel)
Auch ein provisorisches Gleis und ein dazugehöriger Bahndamm müssen abgebaut werden. Maja Nötzel

Die neue ICE-Trasse soll an die Infrastruktur des Ulmer Hauptbahnhofes angeschlossen werden. Wie ein Sprecher der Bahn am Dienstag erläuterte, werden die Gleise der Filstalbahn mit dem Ulmer Kreuzungsbauwerk verbunden. Dazu müssen die Gleise in und aus Richtung Stuttgart verlegt sowie ein provisorisches Gleis mit dazugehörigem Bahndamm abgebaut werden.

Regionalzüge halten weiterhin in Ulm

Die meisten Fernzüge zwischen Stuttgart und München werden daher vom 24. November bis 15. Dezember um Ulm herumgeleitet oder entfallen ganz. Der stündliche ICE-Takt zwischen den beiden Landeshauptstädten bleibe zwar erhalten, die Fahrtzeit verlängere sich aber um mindestens eine halbe Stunde, so die Bahn. Während der dreiwöchigen Bauarbeiten fährt nur der Regionalverkehr den Hauptbahnhof Ulm an.

Ab Mitte Dezember rollt der Fernverkehr wieder

Die Bahn nutzt die Sperrung, um gleichzeitig auch die Fernverkehrsgleise zwischen Bad Cannstatt und Stuttgart-Obertürkheim zu erneuern. Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird auch Ulm wieder mit Fernverkehrszügen erreichbar sein. Die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm soll Ende 2022 in Betrieb genommen werden. Dadurch soll sich die Fahrtzeit zwischen Stuttgart und Ulm von 54 auf 31 Minuten verringern.

Luftaufnahme: Bahnstrecken am Nordkopf des Ulmer Hauptbahnhofs  (Foto: Deutsche Bahn, Arnim Kilgus)
Viele Gleise führen nach Ulm: Ab Ende November soll die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm an die Infrastruktur des Ulmer Hauptbahnhofes angeschlossen werden. Deshalb wird der Bahnhof bis Mitte Dezember für den Fernverkehr gesperrt (Deutsche Bahn, Archivbild) Deutsche Bahn, Arnim Kilgus
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