Weiterer Stellenabbau bei Bosch in Schwäbisch Gmünd geplant (Foto: SWR, SWR)

Geplanter Stellenabbau Bosch dementiert Schließungspläne in Schwäbisch Gmünd

Gerüchte über eine geplante Komplettverlagerung des Autozulieferers Bosch AS aus Schwäbisch Gmünd nach Ungarn haben für Irritationen gesorgt. Das Unternehmen dementierte am Mittwoch entsprechende Zeitungsberichte.

Betriebsrat und IG Metall hatten am Dienstag erste Gespräche über den geplanten Personalabbau in Schwäbisch Gmünd mit der Geschäftsleitung abgebrochen wegen einer mögliche Verlagerung des Gmünder Standorts. Im Bosch-Konzern gebe es jedoch keine Überlegungen, das Werk in Schwäbisch Gmünd komplett zu schließen, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch dem SWR.

Leitwerk des Unternehmens

Schwäbisch Gmünd bleibe eines der Leitwerke des Unternehmens, so die Sprecherin. Die Gespräche mit der Personalvertretung sollen schnell wieder aufgenommen werden, hieß es von Bosch-Seite. IG Metall und Betriebsrat fordern nun die Offenlegung aller Planungsvarianten für den Gmünder Standort.

Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) hatte in diesem Zusammenhang mehr Transparenz gefordert. Nach einem Bericht der "Remszeitung" appellierte er am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung an das Unternehmen, das Standort-Vertrauen wiederherzustellen. Bosch sei nicht nur für Gmünd wichtig sondern für die gesamte Region Ostwürttemberg.

Mit Transparenten stehen Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch bei einer Protestaktion (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jonas Silbernagel/dpa)
Mit Transparenten stehen Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch bei einer Protestaktion vor dem Werk in Schwäbisch Gmünd (Archiv) picture alliance/Jonas Silbernagel/dpa

Vor einem Monat hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass bis 2022 in Schwäbisch Gmünd rund 1.000 Stellen gestrichen werden sollen. Gegen diese Pläne hatten Beschäftigte des Autozulieferers Anfang November protestiert.

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