Fahndung der Polizei Häftling aus forensischer Klinik in Günzburg in Spanien gefasst

Bei der europaweiten Fahndung nach zwei Häftlingen aus der forensischen Klinik in Günzburg, wurde jetzt einer von ihnen in Spanien gefasst. Der andere ist laut Polizei noch flüchtig.

Die Männer waren im September 2019 aus der Klinik in Günzburg ausgebrochen. Zuletzt hätten sich Hinweise auf einen Aufenthalt in Südspanien in der Region Malaga ergeben, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Montagnachmittag mit.

Häftling soll zurück nach Deutschland

Der Ausbrecher sei am vergangenen Freitag festgenommen worden, hieß es. Die deutsche Justiz habe bereits die Auslieferung in die Bundesrepublik beantragt. Laut Polizei könne dies bis zu drei Wochen dauern.

Zweiter Häftling flüchtig - Belohnung für Hinweise

Der zweite Flüchtige wurde bisher noch nicht gefasst. Jedoch hätten die Ermittlungen ergeben, dass auch er sich im Ausland aufhalten könnte. Nach wie vor ist für Hinweise, die zur Ergreifung führen können, eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Beide Ausbrecher waren wegen räuberischen Diebstahls bzw. schweren Bandendiebstahls in Haft. Sie wurden wegen ihrer Suchterkrankung im BKH behandelt. Bei Ihrem Ausbruch hatten die 23 und 28 Jahre alten Männer zunächst eine Mitarbeiterin als Geisel genommen und sie gezwungen, die Tür zu öffnen. Die Frau hatten sie dann zurückgelassen.

Aktenzeichen xy (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Matthias Balk/dpa)
Nachdem der Fall bei "Aktenzeichen XY ungelöst" war, kamen auch Hinweise aus dem Ausland picture alliance/Matthias Balk/dpa

Nachdem der Fall im November in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" war, gingen zahlreiche Hinweise aus Deutschland und der Schweiz ein. Zur Ergreifung des Täters wurde die Zielfahndung des Bayerischen Landeskriminalamtes eingeschaltet. In enger Abstimmung mit der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm, dem Bundeskriminalamt und den spanischen Zielfahndungsdienststellen sei die Festnahme gelungen.

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