Entdeckung von Hobbyschatzsuchern Alamannenmuseum stellt Ellwanger Münzschatz aus

Hobbyschatzsucher haben vor zwei Jahren einen mittelalterlichen Münzschatz gefunden. Jetzt kann er in einer Sonderausstellung im Alamannenmuseum in Ellwangen besichtigt werden.

Der Ellwanger Münzschatz erregte Anfang 2018 Aufsehen. Denn zunächst hatten die zwei Finder ihre Entdeckung aus dem Jahr 2017 geheimgehalten. Einer der Männer meldete Monate später den Fund dem Landesamt für Denkmalpflege. Jetzt werden die Silbermünzen in einer Sonderausstellung im Alamannenmuseum Ellwangen der Öffentlichkeit präsentiert.

"Wir sind stolz, diesen wertvollen Fund aus dem Spätmittelalter nun zehn Wochen lang zeigen zu können."

Andreas Gut, Direktor des Alamannenmuseums in Ellwangen
alte Silbermünzen und Krüge in einer Vitrine (Foto: dpa Bildfunk, Stefan Puchner)
Der Ellwanger Münzschatz wird in einer Sonderausstellung des Alamannenmuseums präsentiert Stefan Puchner

Danach verschwinden die Silbermünzen für einige Zeit wieder im Fundus der Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege in Esslingen.

"Mit dem Schatz verbinden sich noch offene Fragen."

Jonathan Scheschkewitz, Referent für Archäologische Denkmalpflege im Landesamt

Woher kamen zum Beispiel die Münzen und warum wurden sie vergraben? Waren es Pachtzinsen, Verkaufserlöse, Steuereinnahmen? Wer war der Besitzer? Weitere Forschungen sollen Antworten liefern. Der Ellwanger Münzschatz ist laut den Experten mit mehr als 9.200 Prägungen einer der größten Münzschatzfunde in Süddeutschland. Für den Krug voller Heller hätte sich der Besitzer nach Schätzung der Archäologen einen "Bauernhof in einem mittelertragreichen Gebiet" kaufen können.

Geldstrafe für Finder

Zwei Sondengänger aus dem Ostalbkreis, die eigentlich Militaria aufspüren wollten, waren 2017 im Gebiet eines alten Hohlwegs bei Ellwangen zufällig auf einen vergrabenen Krug mit den Münzen gestoßen. Sie wurden Anfang 2019 zu Geldstrafen verurteilt, weil sie den Fund erst ein halbes Jahr später meldeten.

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