Empörung bei Studierenden an der Universität Ulmer Mensa verlangt für Soße extra

Ein Zettel auf der Theke der Uni-Mensa in Ulm sorgt seit kurzem für richtig Ärger. Für Extra-Soße werden 35 Cent verlangt. Der Begriff "Bratensoßenkapitalismus" macht die Runde.

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Von "Wucher" über "unverschämt" bis hin zu "Bratensoßenkapitalismus" reichen die Kommentare der Studierenden. Die Empörung auch in den sozialen Netzwerken über die neue Preispolitik der Mensa ist groß.

Wer eine extra Portion Soße verlangt, etwa weil er nur Spätzle oder Reis isst, zahlt dafür seit Oktober 35 Cent. Bei einem Hauptgericht ist die Soße dagegen wie bisher auch inbegriffen.

Mensabetreiber will an Extrakosten festhalten

Das Studierendenwerk allerdings rechtfertigt die Extrakosten. Nur in der Ulmer Mensa sei Soße bisher nicht berechnet worden. In den anderen Mensen, die das Werk in Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim und Biberach betreibt, koste die Extra-Soße seit langem, sagt Geschäftsführer Claus Dieter Kaiser. Er hält die Proteste für nicht gerechtfertigt: "Wir setzen da dagegen - gleiche Soßenpreise für alle (...) Wenn hinter einem Produkt eine Leistung steht, dann kann es nicht umsonst sein." Kaiser vermisst die Wertschätzung für die Leistung der Köche, die nicht nur Fertigsoße anrühren, sondern den Bratensaft mit Fonds und Kräutern abschmecken würden.

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